Der Zigeunerbaron

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Januar 2021
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Handlung

 

Erster Akt

25 Jahre später kehrt der junge Sándor Barinkay, geleitet vom königlichen Kommissar Conte Carnero, in die Heimat zurück, wo der Schweinezüchter Zsupán inzwischen die elterlichen Güter besetzt hat und sich als rechtmäßiger Eigentümer empfindet. In dem halb verfallenen Schloss der Barinkays leben nun Zigeuner. Um Streit zu vermeiden und an das ihm zustehende Erbe zu kommen, hält Barinkay um die Tochter des „Schweinefürsten“ an, die aber heimlich Ottokar, den Sohn ihrer Erzieherin, liebt. Hochmütig weist Arsena daher den Bewerber ab, verlangt, ihr künftiger Mann müsse mindestens ein Baron sein und verspottet Barinkay, indem sie ihm anbietet, als Braut auf ihn zu warten. Nebenbei findet der Kommissär in Arsenas Gouvernante seine Gattin Mirabella wieder, die er einst in den Kriegswirren aus den Augen verloren hatte.
Enttäuscht nimmt Barinkay Abschied. Czipra erkennt in ihm den Sohn des früheren Besitzers und macht ihn mit den Zigeunern bekannt, die ihn gleich als ihren Herrn (Wojwoden) anerkennen. Mitten in der Nacht beobachten sie, wie Ottokar bei Zsupáns Tochter Arsena „fensterlt“ und erkennt den Grund für ihre Zurückweisung. Barinkay schwört zornig Rache. Aber der Titel eines Zigeunerbarons (Wojwode der Zigeuner) trifft bei Arsena und ihrem Vater nur auf Spott. Barinkay verliebt sich in Czipras Pflegetochter Saffi. Er spricht Arsena von der Verlobung frei und hält in der Schlossruine seiner Vorfahren nach Zigeunerbrauch Hochzeit mit Saffi. Damit bringt er den Zsupán und den Kommissär, der einen schweren Sittenverstoß sieht, mächtig auf die Palme.

 

Zweiter Akt

Saffi träumt in der Brautnacht von einem Schatz, der unter den Schlossmauern vergraben sei. Barinkay, zunächst ungläubig, gibt dem Drängen der Zigeunerin nach, gräbt und findet tatsächlich den Schatz, den sein Vater dort verbarg. Es erhebt sich nun ein Streit um den Reichtum, den auch der Schweinefürst Zsupán und der königliche Kommissär beanspruchen. Carnero vermutet, dass dies die seit langem verschollene Kriegskasse ist, die Barinkays Vater unterschlagen hatte – der Grund für die einstige Verbannung. Angeführt von Graf Homonay erscheinen Husaren und werben Soldaten für den Krieg gegen Spanien. Gegen ihre Absicht verfallen Zsupán und Ottokar den Werbern und müssen mit ihnen ziehen.

Conte Carnero versucht, Barinkay vor dem Grafen Homonay zu verklagen, zum einen wegen des Schatzes, zum anderen wegen seiner unstandesgemäßen Heirat mit der Zigeunerstochter. Homonay lässt ihn abblitzen und gratuliert Barinkay. Dieser, letztlich zufrieden mit seiner Verbindung mit Saffi, gibt den Schatz an das Reich. Es folgen wüste Beschimpfungen gegen die Zigeuner durch Zsupan und seine Anhängerschaft, die sich in ihrer Ehre gekränkt fühlen. Mitten im Streit holt die alte Czipra ein Dokument hervor, welches beweist, dass Saffi die Tochter des türkischen Paschas ist. Barinkay, der sich nun ihrer nicht mehr für würdig hält, lässt sich ebenfalls anwerben und zieht in den Krieg.

 

Dritter Akt

Nach siegreicher Beendigung des Krieges kehren die Ungarn nach Wien zurück. Vorne weg Zsupán, der mit seinen Kriegsheldentaten gewaltig prahlt. Danach Barinkay an der Spitze der Zigeuner-Husaren. Er hat sich vor dem Feind ausgezeichnet, erhält alle seine Güter zurück, wird zum Baron geadelt. Zsupán, der hofft, seine Tochter nun doch noch an den Baron Barinkay verheiraten zu können, erhält einen letzten Dämpfer: Barinkay hält um Arsenas Hand an, aber nicht für sich selbst, sondern für Ottokar. Danach kann er Saffi heim führen.

Programm und Besetzung

Dirigent: István Dénes
Sándor Barinkay: Dániel Pataky
Saffi: Lilla Horti
Czipra: Bernadett Wiedemann Bernadett Fodor
Zsupán: László Szvétek
Arsena: Orsolya Hajnalka Rőser
Graf Carnero: Zoltán Bátki Fazekas: Zoltán Bátki Fazekas
Mirabella: Mária Farkasréti
Ottokar: Gergely Ujvári
Graf Péter Homonnay: Attila Erdős
Maria Theresia: Nelli Szűcs
Marktschreier: András Hábetler
Pali
Zsiga

Erkel-Theater

Das Erkel Theater wurde 1911 eröffnet, und ist Ungarns größte Theatergebäude. Seine Geschichte ist mit dem goldenen Zeitalter der ungarischen Opernaufführung verflochten mit Größen wie Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Éva Marton und Grace Bumbry. Alle diese Sänger hatten die Ehre auf der Bühne eines Gebäudes zu sein, dessen Akustik angesehen legendär für die Oper angesehen wird

Nach der Schließung im Jahr 2007 blieb es mehr für mehr als für fünf Jahren geschlossen, bis die ungarische Regierung vorgesehenen 1,7 Billionen Forint in Form von Zuschüssen für die Erneuerung des Theaters vorgesehen hat, indem der Ungarischen Staatsoper erlaubt wurde, das Erkel Theater auf einen geeigneten Standard für Aufführungen zu renovieren

Ein Großteil der Sanierungen fand hinter den Kulissen; Solistenräumen und gemeinsame Umkleideräume und Gemeinschaftsräume wurden umgebaut und erweitert. Darüber hinaus hat sich die technische Ausstattung der Bühne einer erheblichen Modernisierung unterzogen, die Service-Systeme des Gebäudes (Wasser-, Sanitär-, Heizung- und Lüftung-) wurden ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. 

Das Publikum wird jetzt das Auditorium mit einem völlig neuen Look betreten, während alle Anstrengungen unternommen wurden, um sicherzustellen, dass fantastische akustische Eigenschaften des Gebäudes unverändert bleiben. Ein Faktor, der stark erhöhen den Komfort i erhöhen wird, ist die moderne installierte Lüftungsanlage im Sitzbereich. Obwohl die Zahl der Sitze bei der Umrüstung der Sitzreihen für mehr Komfort sich von 1935 auf 1819 reduziert wurde, das Theater behält trotzdem seinen Rang als das Theater mit höchster Kapazität in Ungarn - und in Ost - Mitteleuropa.

 

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