Die Hermannsschlacht

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April 2020
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Wir befinden uns in Germania magna, der Zone jenseits von Zivilisation: Hermann, der Fürst der Cherusker, mobilisiert mit treibender Kraft seine Nachbarländer zum Kampf gegen den römischen Feind. Dabei erweist er sich als brillanter Konfliktstratege und schreckt nicht davor zurück, seine Frau Thusnelda und seine eigenen Kinder in das komplexe Geflecht von kriegerischen Manövern und populistischer Verbreitung von Aggression zu verwickeln. Schließlich gelingt es ihm, seinen Gegner in die Düsternis des Teutoburger Walds zu locken, wo er diesen vernichtend schlägt.

 

Im Jahr 1809, inmitten von Kriegswirren und politischen Umwälzungen auf dem gesamten europäischen Kontinent, erfand Heinrich von Kleist ein unheimliches Kriegsepos, in dessen Zentrum ein Bühnenheld agiert, der die Hoffnungen an die Aufklärung und Werte der Menschenrechte schon wenige Jahre nach ihrer Erfindung mit nihilistischer Radikalität auslöscht.

Programm und Besetzung

Hermann: Markus Scheumann

Thusnelda, seine Gemahlin: Bibiana Beglau

Eginhardt, sein Rat: Paul Wolff-Plottegg

Luitgar: Max Gindorff

Astolf, dessen Söhne, Hauptleute: Lukas Haas

Egbert, ein andrer cheruskischer Anführer: Dietmar König

Gertrud, Frau der Thusnelda: Sabine Haupt

Marbod, Fürst der Sueven: Rainer Galke

Attarin, sein Rat: Marcel Heuperman

Komar, ein suevischer Hauptmann: Robert Reinagl

Wolf, Fürst der Katten: Daniel Jesch

Thuiskomar, Fürst der Sicambrier: Till Firit

Dagobert, Fürst der Marsen: Robert Reinagl

Selgar, Fürst der Brukterer: Dietmar König

Fust, Fürst der Cimbern: Arthur Klemt

Aristan, Fürst der Ubier: Wolfram Rupperti

Quintilius Varus , römischer Feldherr: Falk Rockstroh

Ventidius, Legat von Rom: Bardo Böhlefeld

Scäpio, sein Geheimschreiber: Stefan Wieland

Septimius: Till Firit

Siegrest: Arthur Klemt

Ottokar, cheruskische Hauptleute: Stefan Wieland

Ein Greis: Stefan Wieland

Eine Frau: Sabine Haupt

Ein Mann: Daniel Jesch

Erster Cherusker: Max Gindorff

Zweiter Cherusker: Lukas Haas

Teuthold, ein Waffenschmied: Wolfram Rupperti

Childerich, ein Zwingerwärter: Marcel Heuperman

Eine Alraune: Markus Scheumann

Ein römischer Hauptmann: Daniel Jesch

Ein Römer: Robert Reinagl

 

Regie: Martin Kušej

Bühne: Martin Zehetgruber

Kostüme: Alan Hranitelj

Musik: Bert Wrede

Licht: Friedrich Rom

Dramaturgie: Andreas Karlaganis

Burgtheater

Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

By Thomas Ledl - Own work, ©
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