Die Hochzeit des Figaro

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PreviousDezember 2023
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Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro - eines der beliebtesten und meistgespielten Werke an der Wiener Staatsoper - erzählt von einem "tollen Tag": Ein Ausnahmewerk in musikalischer Hinsicht, das auf dem kongenialen Libretto von Lorenzo Da Ponte basiert.

Inhaltsangabe

 

Erster Akt
Figaro, der gewandte Diener des Grafen Almaviva, ist mit Susanna, der Zofe der Gräfin Almaviva verlobt. Das für die beiden vom Grafen angewiesene Zim­mer wird ausgemessen. Die Nähe zu den gräflichen Gemä­chern scheint Figaro ein Vor­teil, doch wird er von Susanna belehrt, dass diese Nähe auch ihre Gefahren habe. Denn der Graf habe zwar auf das alte Herrenrecht, das Jus primae noctis, verzichtet, nicht aber auf Figaros Susanna. Und noch andere Gefahren bedrohen Fi­garo, ohne dass er es ahnt: Marcellina, Haushälterin im Schloss des Grafen, hat seiner­zeit Figaro Geld geliehen gegen ein von diesem längst vergessenes Heiratsverspre­chen; sie denkt nun daran, den Wechsel zu präsentieren. Ihr Berater, Dr. Bartolo, wird diese Forderung mit dem nöti­gen Nachdruck — und nicht ohne seinerseits eine Rechnung für erduldete Streiche vorzu­weisen — einbringen. Die Anti­pathie zwischen Susanna und Marcellina bedürfte allerdings kaum so konkreter Ursachen: Sie äußert sich schon bei blo­ßen Fragen der Etikette. Der Page Cherubino überrascht Susanna. Er bittet sie um Fürsprache bei der von ihm so hoch verehrten Gräfin, damit sie den Gra­fen beschwichtige, der ihn bei einer Liebelei mit der Gärt­nerstochter Barbarina entdeckt hat. Der unvermutete Eintritt des Grafen lässt den Pagen hinter einem Fauteuil Deckung suchen. Kaum hat der Graf der hübschen Zofe Susanna die ersten Avancen gemacht, wird er selbst durch den Eintritt des Musikmeisters Basilio über­rascht. Während er sich hinter dem Fauteuil verbirgt, gleitet Cherubino in den Fauteuil und deckt sich dort mit einem Tuch zu. Lang duldet es den Grafen frei­lich nicht in seinem Versteck: Als er aus dem Munde des intri­ganten Musikmeisters hört, dass der Page seiner Gemahlin nachstellt, tritt er hervor. Ja, der Page! Erst neulich habe er ihn bei Barbarina erwischt! Che­rubinos Unglück will es, dass er nun auch hier entdeckt wird. Die Strafe ist fürchterlich: Er erhält ein Offizierspatent und muss so­fort zur Truppe abreisen. Für die allzu nachdrückliche Art, in welcher das Volk den Grafen als Schützer der Unschuld feiert, revanchiert er sich, indem er zunächst noch die feierliche Überreichung des Brautschlei­ers an Susanna verweigert. 

Zweiter Akt 
Die Untreue des Gatten lastet schwer auf dem Gemüt der Grä­fin. Hoffnung bringen ihr Su­sanna und Figaro. Sein Plan: Ein gefälschtes Briefchen, das man dem Grafen in die Hände spielen wolle, solle ihn auf ein heimliches Stelldichein seiner Frau aufmerksam machen; an ihrer Stelle würde er aber nur den als Mädchen verkleideten, noch nicht abgereisten Cheru­bino finden. Der Page, bis über beide Ohren in die Gräfin ver­liebt, zeigt sich zur Verkleidung willig und geschickt. Doch da pocht es an der Tür: Der Brief hatte eine andere als die ge­wünschte Wirkung — der Graf will die Gattin sofort zur Rede stellen und dringt in ihr Zimmer ein. Cherubino schlüpft in das Kabinett, Susanna versteckt sich. Der Graf verlangt, dass die Tür geöffnet werde. Die Weige­rung der Gräfin ist ihm Anlass genug, die Tür aufzubrechen. Er geht, um entsprechendes Werkzeug zu holen und zwingt die Gräfin, ihn zu begleiten. Diese Frist nützt Cherubino, um sich mit Susannas Hilfe durch einen kühnen Sprung aus dem Fenster zu retten. Graf und Gräfin kehren zu­rück. Bevor es zum Äußersten kommt, gesteht die Gräfin die geplante Intrige — doch aus dem Kabinett tritt nicht Cheru­bino, sondern Susanna hervor. Der Graf scheint blamiert und bittet um Verzeihung. Da tritt zur Unzeit Figaro ein. Er wird vom Grafen wegen des Briefes befragt, streitet aber alles ab. Schließlich erscheint noch der Gärtner, der behauptet, jemand sei aus dem Fenster gesprun­gen. Des Grafen Verdacht er­wacht aufs Neue, zumal der Flüchtling ein Papier verlor, das vom Gärtner aufgelesen wurde. Um die Situation zu retten, nimmt Figaro alles auf sich: Er selbst sei auf der Flucht vor dem Grafen zum Fenster hinausgesprungen, weil er wegen des Briefes ein schlechtes Gewis­sen hatte. Was er dabei verlo­ren habe? Der Gräfin und Su­sanna gelingt es, ihm heimlich die richtige Antwort zu über­mitteln: Es sei das Offizierspa­tent des Pagen und es fehle darauf das Siegel, weswegen Figaro es übernommen habe, um diesen Formfehler beseitigen zu lassen. Der Graf gibt sich ge­schlagen. Schon aber erschei­nen Marcellina, Bartolo und Basilia, um ihre Forderung gegen Figaro geltend zu ma­chen. Der Graf, froh, eine Ge­legenheit zur Verschiebung der Hochzeit seines Kammerdie­ners gefunden zu haben, ver­spricht gerichtliche Untersu­chung. ​

Dritter Akt 
Die Gräfin und Susanna haben einen neuen Plan ausgeheckt. Sie werden am Abend die Klei­der tauschen, die Gräfin wird dann an Susannas Stelle zum Rendezvous mit dem Grafen kommen. Sie verspricht sich da­von die Besinnung ihres Gat­ten, Susanna den günstigen Ausgang des Prozesses zwi­schen Figaro und Marcellina. Zunächst muss der Graf zum Rendezvous gewonnen wer­den: Dies gelingt Susanna mit geringer Mühe. Ihren Erfolg macht sie aber gleich wieder durch ein unbedachtes, vom Grafen belauschtes Wort des Triumphes an Figaro zunichte. Der Graf ahnt, warum sich Su­sanna entgegenkommend zeig­te, will daher den Urteilsspruch anders ausfallen lassen, als sie es er­hofft! Der Richter Don Curzio ist ein willfähriges Instrument der gräflichen Wünsche. Doch da geschieht etwas Unvorherge­sehenes: Es stellt sich heraus, dass Marcellina und Bartolo die Eltern Figaros sind. Jetzt haben die beiden gegen Susanna nichts mehr einzuwenden. Die Liebe zu ihrem Gemahl lässt die Gräfin an ihrem Plan fest­halten. Eine neuerliche Einla­dung durch Susanna ist nötig, das Briefchen wird von ihr nach dem Diktat der Gräfin geschrie­ben und mit einer Nadel ver­schlossen. Als Zeichen des Ein­verständnisses soll diese Nadel zurückgegeben werden. Barbarina, die Gärtnerstochter, und andere Mädchen bringen der Gräfin Blumen. Cherubino hat sich in Frauenkleidern unter sie gemischt. Der Graf findet ihn so. Barbarina kennt aber das Mittel, den Grafen von jeder weiteren Verfolgung Abstand nehmen zu lassen; ein Wort von ihr ge­nügt … Ein Fest wird gegeben, der Graf muss, übelgelaunt, in die Verbin­dung Susannas und Figaros ein­willigen. Seine Laune bessert sich allerdings, als er von Su­sanna das Billett zugesteckt er­hält. Das Briefchen in seiner Hand bleibt übrigens nicht un­bemerkt, ebensowenig wie die Tatsache, dass der Graf sich an der Nadel ritzt: Figaro ahnt, dass irgendeine Schöne den Grafen zum Rendezvous einlädt. ​

Vierter Akt 
Barbarina sucht die Nadel, die sie im Auftrag des Grafen Su­sanna zurückbringen soll. Fi­garo überrascht sie dabei; ahnungslos erzählt sie ihm, von wem das Briefchen kam. Nun hält Figaro Susannas Untreue für erwiesen. Er wird ihr im finsteren Garten auflauern. Susanna erscheint in den Klei­dern der Gräfin, ihre Gedanken gelten dem Geliebten. Im finste­ren Park sind aber noch andere Nachtschwärmer unterwegs. Die Gräfin, in Susannas Klei­dern, wird vom Pagen Cherubin bedrängt, der aber vom Grafen verjagt wird. Nach diesem Sieg lädt der Graf die vermeintliche Susanna in eine Laube ein. Fi­garo ist entsetzt, aber nicht lange: Diejenige, die er für die Gräfin hielt, erkennt er an der Stimme als seine Susanna! Doch spielt er die Komödie zu­nächst noch mit, übertreibt sie sogar, indem er sich der „Frau Gräfin“ zu Füßen wirft. Prompt erhält er eine Ohrfeige. Dann aber wird zwischen den beiden Frieden gemacht. Die Täuschung wird nun noch einmal für den Grafen wieder­holt, der auch, ungeachtet dessen, dass er selbst auf Schleichwegen der Liebe geht, die vermeintliche Verfehlung seiner Gattin rächen zu müssen glaubt. Er ruft nach Waffen, nach Leuten, er will seine Gattin kompromittieren. Aus der Laube zerrt er Barba­rina und Cherubino heraus, dann die verkleidete Susanna — und kommt erst zur Raison, als die Gräfin in Susannas Kleidern er­scheint und sich zu erkennen gibt. Jetzt erkennt der Graf sein Unrecht und bittet um Verge­bung, die ihm auch gewährt wird. Der Vermählung von Fi­garo und Susanna steht nun, am Ende dieses tollen Tages, nichts mehr im Wege.​

Programm und Besetzung

Oper in vier AktenNach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais Le Mariage de Figaro

Libretto : Lorenzo Da Ponte

Musik : Wolfgang Amadeus Mozart - (1756-1791)

Dirigent : Gustavo Dudamel

Regie : Netia Jones

Bühnenbild : Netia Jones

Kostümentwurf : Netia Jones

Video : Netia Jones

Beleuchtung : Lucy Carter

Choreografie : Sophie Laplane

Dramaturgie : Solène Souriau

Chorleitung : Alessandro Di Stefano

Orchestre et Choeurs de l'Opéra national de Paris

Avec le soutien exceptionnel de Aline Foriel-Destezet


Besetzung


Il conte di Almaviva : Peter Mattei

La contessa di Almaviva : Maria Bengtsson (21 Jan. > 9 Feb.)

Miah Persson (12 > 18 Feb.)

Susanna : Ying Fang

Figaro : Ildebrando D'arcangelo

Cherubino : Lea Desandre

Marcellina : Angelika Kirchschlager

Bartolo : James Creswell

Don Basilio : Michael Colvin

Don Curzio : Christophe Mortagne

Barbarina : Kseniia Proshina

Antonio : Marc Labonnette

Due Donne : Andrea Cueva Molnar

Ilanah Lobel-Torres

 

Pariser Oper - Palais Garnier

Die Pariser Oper (offizieller Name: Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte. Die Institution der Opéra wurde immer als unabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Vor der Französischen Revolution (seit 1669) hieß sie Académie Royale de musique und war in die Académie Royale eingegliedert.

Die Opéra war am Ende des 17. Jahrhunderts (ähnlich wie die Comédie-Française für das gesprochene Drama) das offizielle Theater des französischen Hofs. Im Unterschied zur Comédie-Française bekam die Opéra keine königlichen Subventionen und musste ihre Kosten zum Teil durch Vermietung ihrer Privilegien decken. Am Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich zu ihr die Opéra-Comique als Institution einer bürgerlichen Gegenkultur zur Opéra. Im 19. Jahrhundert zog sich der Adel von der Oper zurück, und als Gegengewicht zur aufstrebenden Gattung der Opéra comique entwickelte sich die Grand opéra als neue und ebenfalls bürgerliche Stütze der Opéra. Aus den Tanzeinlagen der Opern, die in Frankreich immer sehr wichtig waren, entwickelte sich hier das eigenständige Ballett. – Als „nationale“ Institution besteht die Opéra bis heute.

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und liegt am rechten Seineufer im 9. Bezirk. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille im Jahre 1989 wird die Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber nach wie vor auch klassische Opern auf.

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