L'ITALIANA IN ALGERI

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April 2020
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Jean-Pierre Ponnelles meisterhafte Inszenierung dieser genialen Komödie Rossinis ist ein musikalisches und szenisches Erlebnis auf höchstem Niveau!

1. Akt
Elvira, die Frau Mustafàs, des Bey von Algier, beweint ihr Schicksal: Der Bey hat sie verstoßen. Der Chor der Eunuchen, ihre Lieblingssklavin Zulma und Haly, Hauptmann der Wachen, trösten sie: Frauen seien dazu geboren, unglücklich zu sein. Mustafà ist seiner Haremsdamen überdrüssig. Er beauftragt Haly, ihm eine Italienerin herbeizuschaffen. Gelinge ihm das nicht, lasse er ihn aufspießen. (Languir per una bella.) Lindoro beklagt sein Los als Sklave und sehnt sich nach einem Wiedersehen mit seiner Geliebten Isabella. Mustafà fordert seinen italienischen Lieblingssklaven Lindoro auf, mit dem nächsten Schiff in seine Heimat zurückzukehren, unter der Bedingung, die verstoßene Elvira zu heiraten und mitzunehmen. (Se inclinassi a prender moglie.) Mustafà versucht, Lindoro Elvira schmackhaft zu machen. In dieser heiklen Situation ist Lindoro ratlos. (Cruda sorte! amor tiranno!) Haly und seinen Wachen ist es gelungen, ein Schiff zu kapern. Unter der Beute ist auch die Italienerin Isabella. Sie beklagt ihr Schicksal, gefangen zu sein, hofft aber, das Beste aus dieser unangenehmen Situation zu machen. Isabella ist eigentlich auf der Suche nach ihrem Geliebten Lindoro. Ihr Begleiter Taddeo gibt sich als ihr Onkel aus. 
(Ai capricci della sorte.) Taddeo, der in Isabella verliebt ist, macht ihr eine Eifersuchtsszene. Haly berichtet Mustafà von der Gefangennahme der schönen Italienerin. (Già d'insolito ardore ne! petto.) Mustafà ist außer sich vor Begierde, die Schöne zu sehen. Elvira und Lindoro fügen sich ihrem Schicksal, gemeinsam nach Italien zu reisen. Isabella versteht es, Mustafà vom ersten Augenblick an für sich zu gewinnen. Auf diese Weise rettet sie auch ihren "Onkel" Taddeo vor dem Tod durch Aufspießen. Lindoro, Elvira und Zulma wollen vom Bey Abschied nehmen. Isabella und Lindoro sehen einander unerwartet wieder. Allgemeine Verwirrung.

2. Akt
Alle lachen darüber, dass aus Mustafà ein verliebter Narr geworden ist. Mustafà möchte mit Isabella Kaffee trinken. Elvira soll ihr seinen Wunsch übermitteln. Lindoro gelingt es, Isabella von seiner Treue zu überzeugen. Beide beschließen, zu fliehen. (Ah, come il cor di giublio.) Lindoro gibt seiner Freude Ausdruck. Um sich bei Isabella beliebt zu machen, ernennt Mustafà Taddeo zum "Kaimakan". 
Chor und Arie. (Ho un gran peso sulla testa.) Taddeo ist sich der Lächerlichkeit dieser Situation bewusst, der drohende Spieß zwingt ihn aber, diese "Ehrung" anzunehmen. (Per Iui che adoro.) Isabella schmückt sich für ihren Liebhaber. Mustafà, Lindoro und Taddeo beobachten sie. Jeder von ihnen glaubt, Isabellas Bemühungen gelten ihm allein. (Ti presento di mia man.) Vergeblich bemüht sich Mustafà, mit Isabella allein zu bleiben. Lindoro und Taddeo weichen nicht von der Stelle. Als Isabella nun auch noch Elvira zum Kaffee bittet und sie mit dem Bey zu versöhnen sucht, gerät dieser vollends aus der Fassung. (Le femmine d'Italia.) Haly philosophiert auf seine Weise über die italienischen Frauen. Lindoro vertraut Taddeo Isabellas Plan an, den Bey zu hintergehen. Taddeo gibt sich nun für Isabellas Liebhaber aus, was Lindoro nicht ernst nimmt. (Pappataci! che mai sento!) Lindoro beschwichtigt den aufgebrachten Bey: Als Zeichen ihrer Liebe wolle Isabella Mustafà den Pappataci-Orden verleihen. Mit dieser Ehrung ist ein Leben verbunden, das nur aus Essen, Trinken und Schlafen besteht. Gern ist Mustafà bereit, sich in diesen Bund aufnehmen zu lassen. Lindoro erklärt Taddeo, dass mit diesem Plan die Befreiung aller italienischen Sklaven verbunden ist. Die italienischen Sklaven sind bereit, Isabellas Plan durchzuführen. 
(Pensa alla patria.) Isabella, Lindoro und die Sklaven sind ergriffen von dem Gedanken, Italien bald wiederzusehen. Taddeo hat immer noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Mustafà wird zum Pappataci erhoben. Er schwört, die Regeln des Ordens zu befolgen: Er darf nichts sehen und nichts hören und muss nur essen und trinken. Ungestört können Isabella und Lindoro fliehen. Taddeo, der die Situation endlich begreift, folgt ihnen. Zu spät erkennt Mustafà, dass er zum Narren gehalten wurde, und bittet seine treue Elvira um Verzeihung. Ende gut, alles gut.

Programm und Besetzung

Fotogalerie

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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