La Cenerentola

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April 1970 Next
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Bis heute besticht die auf dem bekannten Aschenbrödel-Märchen basierende La cenerentola durch ihre perfekte Ausgewogenheit an musikalischer Genremalerei, Personencharakteristik, vollkommenen Kantilenen, Melodienreichtum, wirkungsvollen Ensembles und buffonesken Situationen.

Erster Akt

In einem etwas verwahrlosten Schloss wohnt Don Magnifico, Baron von Montefiascone, mit zwei Töchtern und einer Stieftochter. Während Clorinda und Tisbe nichts anderes als Müßiggang, Putz und Tanz im Kopf haben, muss Angelina (Cenerentola) ihre Halbschwestern bedienen und die komplette Hausarbeit machen. Eines Tages singt sie, sehr zum Missfallen Tisbes und Clorindas, die Ballade vom Königssohn, der auszog, sich eine Braut zu suchen, dabei aber gleich drei Anwärterinnen fand und sich schließlich für jene entschied, die ein gutes Herz hatte.
Das Lied wird durch das Klopfen an der Haustür unterbrochen. Ein Bettler bittet um etwas Nahrung. Clorinda und Tisbe weisen ihm angewidert die Tür, nur Angelina erbarmt sich seiner. Sie gibt ihm Brot und Kaffee. Die beiden Halbschwestern möchten Angelina am liebsten verprügeln – nur durch das Erscheinen einer Gruppe von Kavalieren, die eine Einladung des auf Brautschau befindlichen Prinzen Ramiro an Don Magnifico und seine Töchter überbringen, wird das Vorhaben unterbunden. Als die Kavaliere auch noch das persönliche Erscheinen des Fürsten ankündigen, gibt es für Clorinda und Tisbe kein Halten mehr: aufgeregt hetzen sie Angelina mit Befehlen hin und her, um sich rasch herausputzen zu können. Schließlich geraten die beiden auch noch in Streit darüber, wer von ihnen als erste dem Vater die Neuigkeiten mitteilen darf.
Das Gezänk Clorindas und Tisbes weckte den Vater. Mürrisch erscheint er und erzählt einen wundersamen Traum: Er selbst sei darin als prächtiger, fliegender Esel vorgekommen und habe, auf einer Kirchturmspitze thronend, feierliches Glockengeläute gehört. Don Magnifico deutet diesen Traum auf seine Weise: als Großvater würde er einst eine große fürstliche Enkelschar umarmen.
Schließlich gelingt es Don Magnificos Redeschwall zu unterbrechen um ihm den fürstlichen Besuch und die Einladung mitzuteilen. Hochbeglückt findet Don Magnifico seine Traumdeutung zumindest in Ansätzen bestätigt.

Prinz Don Ramiro tritt als einfacher Kammerdiener verkleidet auf. Zu diesem Rollenspiel riet ihm sein Lehrer, der Philosoph Alidoro, der bereits zuvor als der Mitleid heischende Bettler die Lage ausgekundschaftet hatte.
Angelina und Ramiro verlieben sich auf Anhieb ineinander. Als der junge Mann von Angelina wissen möchte, wer sie denn eigentlich sei, erhält er die Auskunft, dass Don Magnifico nicht ihr wahrer Vater wäre, sondern nur jener der beiden Halbschwestern. 
Ramiro kann sich nicht erklären, warum ein so liebliches Mädchen in Lumpen herumlaufen muss.
Die Kavaliere des Prinzen geleiten den verkleideten Dandini, den Kammerdiener Don Ramiros herein, der auf dessen Befehl als Fürst auftritt. Durch diese Maskerade hofft Ramiro, die wahren Absichten der einzelnen Heiratskandidatinnen durchschauen zu können.
Überschwenglich wird der vermeintliche Prinz von Don Magnifico, Tisbe und Clorinda begrüßt. 
Dandini wächst mit sichtlichem Vergnügen immer mehr in die ihm anbefohlene Prinzen-Rolle. Und durch ihn erfahren es alle: Eine testamentarische Verfügung des verstorbenen Königs zwingt den Prinzen (unter Androhung der Enterbung), ehebaldigst zu heiraten.
Als Angelina bescheiden bittet, auch auf das Schloss mitgehen und wenigstens beim Tanzen zusehen zu dürfen, wird sie vom Stiefvater mundtot gemacht. Gegenüber dem nun als Hofbeamten mit einem Register der heiratsfähigen Töchter des Hauses auftretenden Alidoro wird Angelina als Magd ausgegeben, damit also verleugnet und für gestorben erklärt. Ramiro ist über die Art, wie Angelina behandelt wird, höchst empört. Sein Protest geht allerdings in der turbulenten Aufbruchstimmung unter. Voller Erwartung begeben sich alle zum Fürstenpalast.
Dandini spielt seine Rolle perfekt, wobei er durchaus nicht geizt, den selbstgefälligen Don Magnifico mit Scheinehren zu überhäufen und ihn zum Kellermeister des Schlosses zu ernennen. Auftragsgemäß flirtet er mit Clorinda und Tisbe, die beide versuchen, den vermeintlichen Prinzen für sich zu gewinnen.
Im Hochgefühl seines frisch verliehenen Amtes dekrediert und diktiert Don Magnifico einen langen Erlass, wonach es 15 Jahre verboten sein soll, Wein zu verwässern. Inzwischen berichtet Dandini seinem Herrn von der Eitelkeit Clorindas und Tisbes, die damit für die Heiratspläne Don Ramiros nicht weiter in Betracht kommen. 

Festliche Musik und aufgeregte Rufe kündigen einen unerwarteten Gast an: eine elegante, verschleierte Dame. Sie führt sich mit der Erklärung ein, dass sie äußeren Glanz verachte und gesonnen sei, nur denjenigen zum Gatten zu nehmen, der ihr sein warm empfindendes Herz schenken würde. Daraufhin wird sie gebeten, den Schleier zu lüften. Die Dame kommt der Bitte nach und erregt durch ihre Schönheit allgemeines Entzücken. Es ist Angelina, die es mit Hilfe des alles durchschauenden Alidoro geschafft hat, den Ball doch noch zu besuchen. Verblüfft sind all jene, die Angelina kennen. Zwar stellen sie die Ähnlichkeit fest, doch können sie nicht glauben, dass diese wunderschöne Dame und die arme Cenerentola ein und dieselbe Person sein könnten.
 

Zweiter Akt

Im Schloss Don Ramiros hält Don Magnifico mit Clorinda und Tisbe Familienrat. Das Erscheinen der Konkurrentin, die noch dazu der unterdrückten Stieftochter so überaus ähnlich sieht, hat den Alten tief beunruhigt. Magnificos schlechtes Gewissen meldet sich: Hat er doch Cenerentolas Erbteil für sich und die Kleider seiner leiblichen Töchter verschwendet. Vor dem drohenden finanziellen Ruin kann er nur noch dann gerettet werden, wenn der Prinz eine seiner Töchter heiratet. 

Ramiro belauscht unbemerkt ein Gespräch zwischen Dandini und der unbekannten Dame, bei dem Angelina die Werbungen des vermeintlichen Prinzen zurückweist. Sie gesteht, einen anderen, nämlich den „Kammerdiener“, zu lieben. Voller Freude stürzt Ramiro hervor und hält um sie an. Doch Cenerentola stellt eine Bedingung: Sie gibt ihm einen Armreif mit dem Auftrag, sie zu suchen. Sie werde in ihrer gewohnten Umwelt den gleichen Armreif tragen – daran möge er sie erkennen. Sollte sie ihm dann nicht missfallen, würde sie die Seine. Nach diesen Andeutungen enteilt sie. Sofort gibt Ramiro Befehl, die Wagen vorfahren zu lassen. Ungeduldig begibt er sich auf die Suche nach der Geliebten, nicht ohne vorher Dandini wieder in den Kammerdienerstand zurückzuversetzen. Magnifico muss nun von Dandini die für ihn bittere Wahrheit erfahren. Voll ohnmächtiger Wut sieht Don Magnifico all seine Ehren und die bereits als sicher angenommene finanzielle Rettung entschwinden.

Vom Fest heimgekehrt, träumt Angelina wieder vom Königssohn, der seine Frau lediglich nach der Neigung seines Herzens wählt. Durch den wütend hereinpolternden Don Magnifico und die enttäuschten Stiefschwestern wird ihr Träumen unterbrochen. Alle aufgestaute Wut wird jetzt auf die arme Cenerentola abgeladen. Da zieht ein Gewitter auf und wie das Schicksal – oder eine Manipulation Alidoros – es will, bringt ein Schaden ausgerechnet vor Don Magnificos Schloss das fürstliche Fahrzeug zum Stehen, sodass Don Ramiro vor dem Regen bei Don Magnifico Schutz suchen muss. Dank des Armreifes erkennt der Prinz seine als Magd gehaltene Geliebte wieder, die nun ihrerseits über die wahre Identität des Angebeteten aufgeklärt wird. Überglücklich erklärt sich Angelina bereit, Don Ramiro zu folgen.

Als die neue Fürstin in den Thronsaal einzieht, wird ihr in großem Stil gehuldigt. Da bittet Angelina ihren Gatten um Verzeihung für ihre Anverwandten, da ihre Herzensgüte sie alle Unbill vergessen lässt.

Programm und Besetzung

Fotogalerie
Wiener Staatsoper GmbH
© Wiener Staatsoper GmbH

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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