La fille du régiment

Tickets kaufen
September 2020
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

Inhaltsangabe

Es gibt nicht viele Opern, deren Schauplatz in Österreich liegt. Donizettis heitere La Fille du régiment gehört zu diesen – spielt doch die Handlung in den Tiroler Bergen zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Die martialische Umgebung eines französischen Regiments dient jedoch lediglich als parodistische Grundlage für eine zarte Liebesgeschichte zwischen der Marketenderin Marie und dem Tiroler Partisanen Tonio. Laurent Pellys beliebte Inszenierung dieses Meisterwerkes, das für seine Schlager ebenso bekannt ist wie für die extrem anspruchsvollen gesanglichen Anforderungen, kehrt nun nach sechs Jahren zurück auf die Staatsopernbühne.

 

1. Akt

Die Tiroler Berge Die Marquise de Berkenfield und ihr Verwalter Hortensius werden am Tag ihrer Flucht nach Österreich von der Ankunft eines französischen Regiments überrascht. Die Marquise findet sich plötzlich inmitten von Dorbewohnern wieder: Die Männer tragen Waffen, die Frauen beten zur Jungfrau. Vielleicht als Antwort auf das Gebet, ziehen sich die Franzosen zur Erleichterung der Marquise zurück (Pour une femme de mon nom). Sie kann sich zur Ruhe begeben. Allein geblieben trifft Hortensius auf Sulpice, einen Sergeant des 21. Regiments. Obwohl sich Hortensius durch seine Angst verdächtig macht, erhält er für sich und seine Herrin einen Passierschein. Sulpice wird von der jungen Marie aufgesucht, die zwölf Jahre zuvor als Kind auf einem Schlachtfeld gefunden wurde (Au bruit de la guerre, j'ai reçu le jour). Sie ist vom gesamten 21. Regiment als Tochter adoptiert worden (Mon régiment, j'en suis fière vraiment) und zieht seither als Marketenderin mit den Soldaten mit (Nommée à l'unanimité). Seit einiger Zeit trifft sie sich mit dem Tiroler Partisanen Tonio zu dem sie in Liebe entbrannt ist. Als Sulpice Marie wenig erfreut mitteilt, daß sie bei diesen Treffen gesehen worden ist, beruhigt sie Sulpice mit dem Hinweis, den jungen Mann in Zukunft nicht mehr treffen zu wollen. Da wird Tonio als Gefangener der Truppe hereingeführt (C'est un traïtre, qu'il périsse). Er hatte sein Leben riskiert um Marie zu treffen. Um ihn zu retten, teilt Marie den Soldaten mit, daß Tonio sie einst gerettet hatte, als sie beim Blumenpflücken von einem Felsen zu stürzen drohte (Quoi! La mort à celui qui me sauva la vie!). Auf diese Nachricht hin stoßen die Soldaten mit ihrem neuen Freund, dem Retter Maries an. Marie singt das Regimentslied (Il est là, morbleu, le beau Vingt-et-unième). Das Regiment bricht gemeinsam mit Tonio auf, doch ihm gelingt es unbemerkt zu fliehen und zu Marie zurückzukehren (Quoi! Vous m'aimez?). Sulpice überrascht die beiden. Marie muß Tonio mitteilen, daß sie nur einen Soldaten des 21. Regiments heiraten darf. Dieser denkt aber nicht daran, aufzugeben. Sulpice genehmigt der Marquise de Berkenfield einen Begleitschutz, der sie sicher auf ihr Schloß bringen soll. Als die Marquise ihren Namen nennt, erinnert sich Sulpice genau diesen Namen bereits in einem Brief gelesen zu haben, den er vor 12 Jahren am Schlachtfeld in der Nähe der jungen Marie gefunden hatte. Nun stellt sich heraus, daß die Marquise die Tante der Regimentstochter ist. Vom Benehmen Maries entsetzt, beschließt die Marquise ihre Nichte auf ihr Schloß mitzunehmen, um ihr eine standesgemäße Erziehung angedeihen zu lassen. Unglücklicherweise hat sich Tonio in eben diesem Moment als Soldat anwerben lassen (Ah! Mes amis, quel jour de fête!). Nun könnte er Marie heiraten, doch diese muß nun beides verlassen - den geliebten Mann und ihr Regiment (Il faut partir).​

2.Akt

Das Schloß Berkenfield Die Marquise ist daheim auf ihrem Schloß, wo sie gerade eine vorteilhafte Heirat Maries mit dem Herzog Scipion de Crakentorp eingefädelt hat. Auch Sulpice, der mithelfen soll Marie umzuerziehen, ist auf dem Schloß. Zum Erziehungsprogramm gehört unter anderem eine musikalische Ausbildung und so soll Marie die Arie eines italienischen Komponisten singen (Le jour naissait dasns le bocage). Sulpice verleitet Marie jedoch, sich bewußt danebenzu benehmen (Rataplan, c'est le refrain du régiment). Diese vermengt in ihrem Vortrag die Arie mit militärischen Liedern. Die Marquise verliert die Geduld, Marie fühlt sich elend (Sous les bijoux et la dentelle, je cache un chagrin sans espoir). Plötzlich dringt das gesamte Regiment gemeinsam mit Tonio in das Schloß ein (C'est elle, notre fille!). Die Soldaten nehmen Hortensius in Gewahrsam, während Tonio und Sulpice Marie aufsuchen (Tous les trois réunis). Tonio bittet die Marquise um die Hand Maries (Pour me rapprocher de Marie). Als diese die Einwilligung versagt, deckt Tonio auf, was er von seinem Onkel erfahren hat: Daß die Marquise nicht Maries Tante ist, und er deshalb bereit ist, die junge Frau zu entführen. Mit Sulpice alleingelassen, gesteht die Marquise die Wahrheit: Sie selbst wäre die Mutter Maries, und der Vater des Mädchens ein gewisser Hauptmann Robert. Aus Angst, daß ihre nicht standesgemäße Beziehung aufgedeckt werden könnte,hatte sie das Mädchen zurückgelassen. Die Gäste, die zur Unterzeichnung des Ehevertrags eingeladen wurden, erscheinen. Marie weigert sich ihr Zimmer zu verlassen. Die Marquise ist am Ende ihrer Weisheit und die imposante Herzogin de Crakentorp beginnt ungeduldig zu werden. Da teilt Sulpice Marie das Geheimnis ihrer Geburt mit, worauf diese sich nicht länger widersetzen kann. Nun verläßt Marie ihr Zimmer und ist bereit, den Ehevertrag zu unterzeichen, als plötzlich Tonio und die Soldaten hereinstürmen (Au secours de notre fille, nous accourons tous ici). Die Gäste sind entsetzt als sie erfahren, daß das junge Mädchen eine Marketenderin gewesen ist (Une fille de régiment), ändern aber ihre Meinung, da sie die Gefühle Maries erkennen (Au fait, elle est charmante!). Die Marquise, die ihre Tochter nicht opfern möchte, akzeptiert die Heirat mit Tonio. Jeder stimmt in den Abschlußchor "Salut à la France" ein.​

 

Programm und Besetzung

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

© Bwag/Commons
©
Ähnliche Veranstaltungen