La rondine

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Januar 1970
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Handlung

 

Erster Akt

Magdas Salon in Paris

Der Dichter Prunier diskutiert im Hause des Bankiers Rambaldo mit dessen Freundin Magda und anderen Damen über die romantische Liebe. Die Damen verspotten den Dichter. Nur Magda schlägt sich auf seine Seite. Prunier äußert, dass Doretta, die Heldin seines jüngsten Gedichtes, vom Virus der romantischen Liebe gepackt worden sei. Auf Drängen der Damen lässt sich der Dichter dazu hinreißen, sein Gedicht vorzustellen. Aber auf dem Höhepunkt der Erzählung bricht er ab und erklärt, dass ihm noch kein guter Schluss eingefallen sei. Magda setzt sich daraufhin ans Klavier und trägt ihm ihren romantischen Schluss vor. Alle sind begeistert. Die Freundinnen jedoch verspotten Magda wegen ihres romantischen Idealismus. Daraufhin drängt sich Rambaldo in die Unterhaltung und schenkt Magda demonstrativ eine teure Perlenkette. Magda ist verlegen, beharrt aber auf ihrem Glauben an die wahre Liebe. Magdas Zofe betritt den Raum und meldet Rambaldo einen jungen Mann, der ihn zu sprechen wünscht. Mit Magdas Zustimmung lässt Rambaldo den Besucher eintreten.

Bianca, Yvette und Suzy, die Freundinnen Magdas, loben Rambaldos Großzügigkeit. Magda jedoch widerspricht. Für sie ist Reichtum nicht alles. Sie erzählt, wie sie in ihrer Jugend im Ballsaal von Bullier die wahre Liebe mit einem Jüngling gefunden hatte, aber dann doch kalte Füße bekam. Die Freundinnen, enttäuscht über den Ausgang der Geschichte, schlagen spöttisch dem Dichter einen neuen Stoff für ein Gedicht vor. Das Gespräch wendet sich der Wahrsagerei zu. Prunier will Magda aus der Hand lesen und ihr die Zukunft vorhersagen. Sie ziehen sich in eine ruhige abgeschirmte Ecke zurück. Pruniers Vorhersagen sind zweideutig. Magda könnte ein schönes Leben wie eine Schwalbe in der Sonne finden. Allerdings wäre es mit Tragik verbunden.

Inzwischen ist Ruggero eingetreten. Er überreicht Rambaldo einen Brief seines Vaters, der ein alter Freund Rambaldos ist. Ruggero, der zum ersten Mal in Paris ist, schwärmt von seinen ersten Eindrücken: „Parigi è la città dei desideri…“ Die Gäste fangen an zu diskutieren, wo man als Neuankömmling seine erste Nacht in Paris zubringt. Es heißt, „die erste Nacht in Paris sei ein magisches Erlebnis“. Man bringt einige Vorschläge zu Papier und einigt sich auf den Nachtclub Bullier. Lisette zeigt Ruggero den Weg.

Die Gäste verabschieden sich und Magda bleibt allein zurück. Sie teilt ihrer Dienerin Lisette mit, dass sie heute nacht im Hause bleibe, Lisette aber könne ihren freien Abend genießen. Als Lisette abgeht, denkt Magda über die Prophezeiung Pruniers nach. Sie streift durch den Raum und findet die Liste mit den Vorschlägen der Nachtlokale. Magda liest diese durch, ruft laut „Bullier“ aus und verschwindet.

Lisette tritt in den Salon. Als sie sieht, dass keiner mehr da ist, lässt sie Prunier eintreten, mit dem sie sich heimlich verabredet hat. Beide versichern sich ihrer Liebe und gehen ab, nachdem Prunier Lisette mit einem neuen Hut und einem neuen Mantel, heimlich geliehen von Magda, ausstattet. Kurz darauf erscheint Magda als Grisette verkleidet im Salon, betrachtet sich im Spiegel und verlässt dann das Haus.

 

Zweiter Akt

Ballsaal von Bullier

Nachtschwärmer unterhalten sich im Ballsaal des Nachtclubs Bal Bullier. Ruggero sitzt einsam und schüchtern an einem Tisch. Dann tritt Magda ein und schaut sich im Saale um. Sofort ist sie von Studenten belagert, die sie zum Tanze auffordern wollen. Magda gibt ihnen jedoch einen Korb. Sie sagt, sie sei mit jemanden verabredet. Sie schaut sich zum Schein abermals im Saale um und erblickt Ruggero, der sie anstarrt. Die Studenten sehen den Blickkontakt der beiden, meinen Ruggero wäre ihre Verabredung und führen Magda an Ruggeros Tisch. Als die Studenten verschwunden sind, entschuldigt sich Magda bei Ruggero und erklärt ihm den ganzen Zusammenhang. Als sie wieder gehen will, bittet Ruggero sie zu bleiben. Nach kurzer Unterhaltung fordert er sie zum Tanz auf. Sie nimmt die Einladung mit den Worten: „Seltsames Abenteuer, ganz wie damals“ an.

Im Ballsaal wird ein lebhafter Walzer angestimmt. Magda und Ruggero begeben sich in den Garten. Nach lebhaftem Tanz folgen ihnen die anderen Gäste.

Lisette und Prunier treten in den Ballsaal ein und mischen sich unter das tanzende Volk. Ruggero bringt Magda in der Zwischenzeit zurück an ihren Tisch. Sie stellt sich ihm als Paulette vor und erzählt ihm von einem lange zurückliegenden Besuch im Bullier. Ruggero erzählt ihr von seiner ernsten bürgerlichen Einstellung zur Liebe und sagt, dass er in solchen Lokalen normalerweise nicht verkehre. Magda fasziniert dies. Es scheint ihr, dass Ruggero genau der Romantiker ist, nach dem sie sich so lange schon gesehnt hatte. Beide küssen sich leidenschaftlich. Lisette und Prunier, die inzwischen wieder in den Saal gekommen sind, erkennen Magda. Magda gibt beiden ein Zeichen, dass sie nicht erkannt werden will. Lisette geht auf beide zu und will sie, Magda und Ruggero, begrüßen. Prunier begrüßt ebenfalls Ruggero, überzeugt dann Lisette, dass die andere Person nicht Magda ist, sondern eine ihnen Unbekannte. Als sie sich gegenseitig vorgestellt haben, setzen sich Lisette und Prunier an den Tisch zu Magda und bestellen Champagner, um das Leben und die Liebe zu feiern.

Während sich die Liebenden in die Arme fallen, kommen die anderen Gäste vorbei und überschütten die frisch Verliebten mit Blumen. Dann verschwinden sie wieder. Kurz darauf betritt Rambaldo den Ballsaal. Sofort erblickt er Magda und Ruggero. Als Prunier Rambaldo erblickt, versucht er die Situation zu retten. Er schickt Ruggero und Lisette in den Garten. Beiden trägt er auf, sich um den anderen zu kümmern. Dann tritt er auf Rambaldo zu, dieser schickt ihn jedoch weg. Rambaldo geht auf Magda zu und brüskiert sie. Magda erklärt daraufhin, dass zwischen ihnen alles aus sei. Rambaldo verschwindet und Magda bleibt allein zurück.

Inzwischen ist es Morgen geworden. Ruggero tritt erneut in den Ballsaal und geht auf Magda zu. Sie schildert ihm von ihrer Angst um ihre Zukunft. Ruggero nimmt sie in den Arm, gemeinsam verlassen sie das Lokal.

 

Dritter Akt

Eine Villa an der Riviera

Magda und Ruggero versichern sich trotz ihrer Armut ihrer gegenseitiger Liebe. Ruggero gesteht seiner Angebeteten, dass er an seinen Vater geschrieben habe. Er habe zum einen um finanzielle Unterstützung gebeten, zum anderen um seine Einwilligung zur Hochzeit mit Magda. Danach fängt Ruggero an von ihrer Zukunft zu schwärmen. Er bastelt sich ein idyllisches Familienbild zurecht, mit Haus, Garten und einem Kind. Als er ins Haus geht, kämpft Magda mit ihrem Gewissen. Sie fragt sich, ob sie Ruggero die Wahrheit über ihre Vergangenheit als Rambaldos Mätresse berichten soll. Voller Zweifel zieht sie sich ins Haus zurück.

Lisette und Prunier treten in die Villa ein. Lisettes Karriere als Sängerin nahm schon nach dem ersten Auftritt ein jähes Ende. Nun versucht sie sich irgendwo zu verstecken, wo keiner der Theaterbesucher sie finden und demütigen kann. Magda wird durch den Diener über das Erscheinen der Pariser Freunde informiert und erscheint. Prunier erzählt Magda von Lisettes Missgeschick. Lisette, die gerne wieder ihre alte Stelle wiederhaben will, wird von Magda wieder als Zofe eingestellt. Nachdem die Angelegenheit seiner Herzallerliebsten geklärt ist, lässt Prunier Magda noch wissen, dass Rambaldo sehr gerne bereit wäre, das alte Verhältnis zu Magda wieder aufzunehmen. Den Namen Rambaldos nennt er dabei nicht. Dann verlässt Prunier die Villa, nicht ohne sich zuvor mit Lisette für den Abend zu verabreden. Lisette hingegen zieht ihre weiße Schürze an und begibt sich an die Arbeit.

Kurz darauf erscheint Ruggero mit einem Brief seiner Mutter in der Hand bei Magda. Er meint zu wissen, was darin steht, und überreicht ihn seiner Angebeteten, die ihn laut vorlesen soll. Sie erteilt der Verbindung ihren Segen, in der Voraussetzung, dass Ruggero sicher ist, dass die Frau seiner wert sei. Magdas Gewissensbisse werden nun doch zu groß. Sie erzählt ihm die Wahrheit über ihre Vergangenheit. Ruggero, der davon nichts wissen will, verzeiht ihr alles. Obwohl er sie erbittert anfleht zu bleiben, verlässt sie ihn um seiner Liebe willen. „Die Zeit wird die Wunden heilen,“ sagt Magda. Dann verlässt sie traurig, von Lisette gestützt, den unglücklichen, am Boden zerstörten Ruggero.

Programm und Besetzung

Direktor: Marco Armiliato
Regisseur, Bühnenbild, Kostüme und Licht: Denis Krief


Magda: Ailyn Pérez
Verstanden: Roberto Aronica
Lisette: Roberta Mameli
Prunier: Francesco Castoro
Rambaldo: Francesco Verna
Perichaud: NicolòDonini
Kobold: Alfonso Zambuto
Crebillon: William Hernandez


Gründung des Maggio Musicale Fiorentino
Chor und Orchester des Maggio Musicale Fiorentino
Lorenzo Fratini: Meister des Chores

Teatro del Maggio

Das Teatro del Maggio befindet sich im Zentrum, in der Nähe der alten Stadtmauern, neben der historischen Stazione Leopolda. Der Garten, der die Besucher willkommen heißt, ist der Piazzale Vittorio Gui, benannt nach dem Gründer des Stabile Orchestrale Fiorentina und dem Maggio Musicale Fiorentino.


Mit dem Zug
Santa Maria Novella ist der Hauptbahnhof von Florenz.
Von dort aus erreichen Sie das Theater zu Fuß (ca. 10-15 Minuten) oder mit der Straßenbahn (Haltestelle) oder einem Taxi.


Mit dem Auto
Die Opera di Firenze liegt etwas außerhalb des ZTL-Gebietes.
Es ist möglich, in der Nähe des Parco delle Cascine oder gegen Gebühr auf dem Parkplatz Porta al Prato (Via Elio Gabbuggiani, 7) und auf dem Parkplatz Piazza Vittorio Veneto zu parken.


Mit dem Bus
Die Linien C1, C2 und D (Haltestelle Leopolda);
Linien 17 und 23A-B (Haltestelle Via delle Carra);
Linien 17B-C, 22, 23N, 23 und 57 (Haltestelle Pierluigi da Palestrina);
Linien 29, 29B, 29BA, 29BC, 29D, 30A, 30B, 30AC, 35 und 35° (Haltestelle Leopolda - Porta al Prato; Capolinea).


Mit der Straßenbahn
Linie T1 (Haltestelle Porta al Prato - Parco della musica).

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