Lektionen in Liebe und Gewalt

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Januar 1970
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Lessons in Love and Violence ist die zweite Oper der George Benjamin-Martin-Crimp-Partnerschaft. Basierend auf mittelalterlichen Quellen erzählt sie von der alles verzehrenden Beziehung zwischen Edward II. von England und seiner Geliebten Piers Gaveston, die das höfische Leben und das politische Wohlergehen des Landes stört und uns zeigt, welche fatalen politischen Folgen persönliche Bindungen haben können, denn auch der König hat eine enge, aber problematische Beziehung zu seiner Frau Isabel und seinen beiden Kindern.


Die Lektionen in Komposition und musikalischer Analyse, die Benjamin von Messiaen erhielt, lehrten ihn die Bedeutung von reicher Orchestrierung, Rhythmus und Farbe. Diese äußerst phantasievolle Partitur fängt die klaustrophobische, sinnliche Atmosphäre und die intensiven Emotionen des Dramas auf den Punkt ein. Die Regisseurin Katie Mitchell bietet eine visuell eindrucksvolle zeitgenössische Inszenierung, die in einem hochmodernen skandinavischen Schloss spielt.

Programm und Besetzung

König: Stéphane Degout
    
Gaveston: Daniel Okulitch
    
Isabel: Georgien Jarman
    
Mortimer: William Burden
    
Junge / Junger König: Samuel Boden
    
Mädchen Ocean: Barrington-Cook
    
Zeuge 1 / Sängerin 1 / Frau 1: Isabella Gaudí
    
Zeuge 2 / Sängerin 2 / Frau 2: Marta Fontanals-Simmons
    
Zeuge 3 / Verrückter: Toni Marsol

Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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