Lucia di Lammermoor

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Januar 1970
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Handlung

Die Handlung spielt in Schottland gegen Ende des 16. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Fehden zwischen Katholiken und Protestanten. Die Familie Ashton hat seit einiger Zeit die gegnerische Familie der Ravenswoods, Anhänger Maria Stuarts, verdrängt und ihr in der Gegend des Dorfes Lammermoor gelegenes Schloss eingenommen.


1. Akt

1. Bild: Enrico Ashton und seine Gefolgsleute durchsuchen die Gegend nach einem Unbekannten. Enrico erfährt, dass seine Schwester Lucia seinen Erzfeind Edgardo liebt. Die Männer bestätigen, Edgardo in der Nähe gesehen zu haben. Enrico schwört Rache (Cruda, funesta smania).

2. Bild: Lucia wartet nachts mit ihrer Begleiterin Alisa im Wald auf Edgardo. Lucia ist beunruhigt: Ihr erschien der Geist einer Frau, die von ihrem Geliebten, einem Ravenswood, an diesem Ort aus Eifersucht erstochen wurde (Regnava nel silenzio). Alisa bittet ihre Herrin, der unglückseligen Liebe zu entsagen. Edgardo erscheint, um sich von Lucia zu verabschieden. Vorher möchte er sich mit Enrico versöhnen und ihn um Lucias Hand bitten. Als diese ihn davon abzubringen versucht, bricht sein alter Hass gegen die verfeindete Familie wieder durch. Zum Abschied schwören sich die Liebenden ewige Treue. (Sulla tomba che rinserra).


2. Akt

3. Bild: Normanno und Enrico haben alle Briefe Edgardos und Lucias abgefangen. Sie verunsichern die junge Frau und versuchen, sie zur Hochzeit mit Arturo zu drängen, der dafür Enrico politisch unterstützen will. Ein gefälschter Brief, der Edgardos Untreue belegen soll, soll sie gefügig machen. Enrico und Raimondo setzen sie unter Druck.

4. Bild: Hochzeitsfeier. Die Gäste begrüßen Enrico und Arturo. Lucia wird hereingeführt und dazu gedrängt, den Ehevertrag zu unterzeichnen. Als Edgardo plötzlich hereinstürzt und sein Recht fordert, bricht sie zusammen. Zornig verflucht er sie wegen ihrer vermeintlichen Untreue (Chi mi frena in tal momento).


3. Akt

5. Bild: Während eines Gewitters sucht Enrico Edgardo in dessen verbliebener Turmbehausung auf. Er schürt Edgardos Eifersucht und will sich an seinem Feind rächen. Sie verabreden sich für den nächsten Morgen zum Duell bei den Gräbern der Ravenswoods.

6. Bild: Die fröhliche Hochzeitsfeier wird unterbrochen: Raimondo berichtet, Lucia habe ihren Bräutigam Arturo erstochen und sei wahnsinnig geworden. Lucia erscheint in blutüberströmtem Kleid mit einem Messer in der Hand. In Gedanken erlebt sie eine kirchliche Trauung mit Edgardo (Wahnsinnsarie Il dolce suono […] Spargi d’amaro pianto, in der Originalfassung begleitet von einer Glasharmonika, schon früh ersetzt durch eine Flöte, erstmals wieder verwendet in München 1991 unter Michel Plasson).

7. Bild: Edgardo erwartet Enrico zum Duell (Tombe degli avi miei). Er erfährt, dass Lucia wahnsinnig geworden ist und im Sterben liegend nach ihm verlangt. Da erklingt die Totenglocke. Edgardo folgt seiner Geliebten in den Tod und ersticht sich (Tu che a Dio spiegasti l’ali).

Programm und Besetzung

Lord Enrico Astho: Alfredo Daza
    
Lucia: Nadine Sierra
    
Sir Edgardo Di Ravenswood: Javier Camarena
    
Lord Arturo Buklaw: Emmanuel Faraldo
    
Raimondo Bidebent: Mirko Palazzi
    
Alisa: Anna Gomà
    
Normanno: Moisés Marín

Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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