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Marek Kozák, Klavier

VenueRudolfinum
CalendarFr. 06 Nov. 2026
Inhalt / Details

Ein Tanzabend mit einem der faszinierendsten tschechischen Pianisten unserer Zeit

Marek Kozák, der 2025 mit dem renommierten Jiří-Bělohlávek-Preis für junge tschechische Künstler unter 30 Jahren ausgezeichnet wurde, ist für seine unfehlbare Technik, seine reiche Klangfarbenpalette und seine tief empfundene Musikalität bekannt. „Er verkörpert Präzision, Aufrichtigkeit und einen sensiblen Interpretationsansatz“, schrieb das Musikportal Operaplus.cz. Größere Aufmerksamkeit erlangte er erstmals durch Erfolge bei mehreren internationalen Wettbewerben. 2015 erreichte er das Halbfinale des Internationalen Chopin-Klavierwettbewerbs in Warschau. Außerdem ist er Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs Prager Frühling, des Bach-Wettbewerbs in Leipzig und des Concours Géza Anda in Zürich. Er ist mit tschechischen und europäischen Orchestern aufgetreten, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich und das Gewandhausorchester Leipzig. Zu den Höhepunkten seiner aktuellen Saison zählen die Rückkehr in die Tonhalle Zürich, ein Auftritt beim Open-Air-Konzert der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung des französischen Dirigenten Alain Altinoglu sowie ein Rezital mit der Sopranistin Simona Šaturová im Rahmen der Saison der Janáček-Philharmonie.

Beim Rudolf-Firkušný-Klavierfestival präsentiert er ein von Tanz inspiriertes Programm mit Musik aus drei Jahrhunderten. Er beginnt mit Johann Sebastian Bachs Partita in B-Dur und erinnert damit an seinen Erfolg beim Bach-Wettbewerb in Leipzig. Die Partita ist eine Suite barocker Tänze, darunter Allemande, Sarabande, Menuett und Gigue. Anschließend erklingt eine Auswahl aus Smetanas Böhmischen Tänzen. Die zweite Hälfte des Abends ist dem Walzer gewidmet. Maurice Ravels Valses nobles et sentimentales – zweifellos von den Walzern Franz Schuberts inspiriert – verbinden typisch französische Eleganz mit Melancholie und einem Hauch Ironie. Einer von Schuberts Walzern wird ebenfalls zu hören sein, und zwar in einer Transkription von Franz Liszt, der ihn zusammen mit weiteren Tänzen in seinen Zyklus Soirées de Vienne aufnahm. Den Abschluss des Rezitals bildet Liszts virtuoser Mephisto-Walzer Nr. 1, in dem Marek Kozák die ganze Brillanz seines Könnens entfalten wird. „Die Persönlichkeit Franz Liszts fasziniert mich seit meiner Studienzeit, und sein Mephisto-Walzer war lange Zeit einer meiner unerfüllten Träume“, verrät der Pianist. „Der bezaubernde Bach, der von Volksmusik inspirierte Smetana, der schwebende und poetische Ravel, Schuberts Salon-Eleganz und Liszts teuflische Virtuosität. Ihre Tänze erzählen Geschichten – jede anders, jede mit ihrer eigenen inneren Welt. Ich freue mich sehr darauf, Ihnen all diese Geschichten am ersten Freitag im November im Rudolfinum am Klavier zu erzählen“, fügt der Künstler hinzu.

Besetzung

Marek Kozák – Klavier

 

Programm

Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 1 in B-Dur BWV 825

Bedřich Smetana: Böhmische Tänze (Auszüge)

Maurice Ravel: Valses nobles et sentimentales

Franz Liszt: Soirées de Vienne, Valse-Caprice Nr. 6 nach Franz Schubert S 427

Franz Liszt: Mephisto-Walzer Nr. 1 S 514

Veranstaltungsort
Rudolfinum

Das Rudolfinum ist eines der erwähnenswertesten Gebäude in Prag. Es ist ein im Stil der Neorenaissance errichtetes Konzert- und Galeriegebäude am rechten Ufer der Moldau in der Prager Altstadt (Staré Město) in Prag.

Das herausragende Gebäude aus hellem Sandstein wurde im Auftrag der böhmischen Sparkassen von den beiden Architekten Josef Zítek und Josef Schulz in den Jahren 1876–1884 errichtet. Die gerundete Fassadengestaltung lehnte sich an die der Dresdner Semperoper an. Schirmherr war Kronprinz Rudolf. Nach ihm und seinem kunstliebenden Vorfahren Kaiser Rudolf II. wurde das Gebäude benannt.  Es war von Anfang an als ein Haus der Künstler (Dům umělců) konzipiert und sollte der Pflege der Musik und der Bildenden Künste dienen. Das Rudolfinum wurde am 7 Februar 1885 eingeweiht, als es sich dem Unterhaus der Tschechischen Republik angeschlossen hat. In der neu gegründeten Tschechoslowakei wurde das Haus im Jahr 1920 zum Abgeordnetenhaus umgestaltet. Erst nach der deutschen Besetzung unter den Nazis ab 1938 wurde das Gebäude dem ursprünglichen Zweck zugeführt. Anfänglich arbeiteten dabei nur tschechische Arbeiter, die bewusst statt der Statue von Felix Mendelssohn Bartholdy jene von Richard Wagner entfernten. Nachdem dieser „Irrtum“ aufflog, wurde der Rückbau durch deutsche Arbeiter fortgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg residierte in dem Haus nochmals kurz das tschechische Parlament. Seit 1946 dient das Gebäude aber wieder als Konzert- und Ausstellungsstätte. Dazu beherbergt es verschiedene Konzertsäle. Deren größter, der sogenannte Dvořák-Saal, ist die Heimstatt des wichtigsten klassischen Prager Orchesters, der Tschechischen Philharmonie. Hier finden auch wichtige Konzerte des Musikfestivals Prager Frühling statt. Konzert Aktivitäten wurden während der deutschen Besatzung wiederhergestellt, aber die generelle Sanierung, speziell der Galerie fanden bis 1992 nicht statt. Nach der Generalsanierung durch den Architekten Karel Prager im Jahr 1992, das Rudolfinum wurde der sitz des Tschechischen Philharmonie und der Galerie Rudolfinum.

Anreise:

Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, steigen Sie an der Staroměstská Metro Station (Linie A), Straßenbahn Station (Nr. 17, 18 und 53) oder Bus Station (Nr. 207)

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