Maria Stuart

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Januar 1970
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England in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Auf der Insel tobt — wie in ganz Europa — ein erbar­mungsloser Kampf um Einfluss und Macht zwischen Anhängern der noch jungen protestantischen Re­formationsbewegung und papsttreuen Katholiken. In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1572 findet die Auseinandersetzung in Frankreich ihren blutigen, vorläufigen Höhepunkt: Beim Massaker in der Bar­tholomäusnacht verlieren tausende Protestanten ihr Leben.
Man muss sich den berühmtesten aller Königinnen­-Konflikte zwischen Königin Elisabeth I. von England und Maria Stuart, Königin von Schottland, vor dem Hintergrund dieser Leichenberge vorstellen, die sich über Europa verteilt anhäufen. Hinter der Ver­schiedenheit der beiden historischen Persönlich­keiten „erheben sich wie riesenhafte Schatten die großen Gegensätze der Zeit“ (Stefan Zweig): hier die protestantische, unverheiratete Königin von England, unter deren unterkühlter reformorientier­ter Herrschaft die Insel eine Phase der Prosperität erlebt, dort die extrovertierte Königin von Schott­land Maria Stuart, leidenschaftliche Katholikin, Anhängerin der alten, mittelalterlichen Ordnung und berüchtigt für ihren Männerverschleiß. Friedrich Schiller hat diesem Konflikt im Jahr 1800 meisterlich sein dichterisches Denkmal gesetzt: Maria Stuart hat berechtigte Ansprüche auf den Thron formuliert, auf dem Elisabeth sitzt. Dann muss sie aus Schottland nach England fliehen, weil sie der Unterstützung des Mordes an ihrem zweiten Mann, Lord Darnley, verdächtigt wird. Königin Elisabeth jedoch, anstatt ihr Schutz zu gewähren, hält sie auf Jahre gefangen. Zahlreiche Anläufe von katholi­scher Seite zur Befreiung Marias scheitern. Der Beraterstab um Elisabeth ist tief zerstritten: Soll man Maria leben lassen? Oder soll man die ge­krönte Monarchin zum Tode verurteilen und hin­richten lassen? Wie wird Elisabeth schließlich ent­scheiden?


Maria Stuart ist ein Politthriller, eine historische Über­höhung, eine leidenschaftlich geführte Auseinander­setzung mit jenen Fragen, die Schiller sein Lebtag umtrieben: Was ist die Freiheit des Einzelnen? Was ist politische Macht, und wo endet sie? Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Recht gefertigt? Und in welchem Staat wollen wir eigentlich leben?

 

In der Regie von Burgtheaterdirektor Martin Kušej kommt es zum 100-­Jahr-­Jubiläum der Salzburger Festspiele zur ersten Inszenierung von Schillers Spätwerk in der Festspielgeschichte — mit den un­vergleichlichen Schauspielerinnen Bibiana Beglau als Elisabeth und Birgit Minichmayr als Maria Stuart.

Programm und Besetzung

Leading Team


Martin Kušej - Regie
Annette Murschetz - Bühne
Heide Kastler - Kostüme
Bert Wrede - Musik
Friedrich Rom - Licht
Alexander Kerlin - Dramaturgie


Besetzung


Bibiana Beglau - Elisabeth, Königin von England
Birgit Minichmayr - Maria Stuart, Königin von Schottland
Itay Tiran - Robert Dudley, Graf von Leicester
Oliver Nägele - Georg Talbot, Graf von Shrewsbury
Norman Hacker - Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh
Franz Pätzold - Mortimer
und andere


Koproduktion mit dem Burgtheater Wien

Perner-Insel, Hallein

Perner-Insel, Hallein

 

Nachdem vier Jahrtausende lang in Hallein Salz gewonnen wurde, das dem Land und auch der Landeshauptstadt ihren Namen gab, stellte die Saline 1989 ihren Betrieb ein. Auf Initiative verschiedener Kulturschaffender wurde die Sudhalle auf der Salzachinsel in eine Theaterspielstätte verwandelt, die inzwischen regelmäßig von den Salzburger Festspielen genutzt wird. Die Umgestaltung im Jahr 1992 beanspruchte nur achtzig Tage Bauzeit; sechs Jahre später erfolgte eine neue, großzügigere Bestuhlung sowie die Gestaltung eines Pausenraumes.

 

Die Halle dient insbesondere für experimentelles Theater und Konzerte zeitgenössischer Musik, wobei sich die Aufführungs- und Publikumsflächen dem szenischen Konzept der jeweiligen Produktion anpassen lassen. Kultstatus erreichten die Marathon-Aufführungen von Luk Percevals Deutung der Shakespeare’schen Rosenkriege unter dem Titel Schlachten! (1999).

 

So kommen Sie dorthin

 

Adresse & Kontakt

 

Perner-Insel
Perner-Insel, 5400 Hallein

 

Tel.: +43 662 8045 0
info@salzburgerfestspiele.at

 

Öffentlich erreichbar

 

Haltestelle Heidebrücke
Linie 41, 160, 170

 

GRATIS BUS-SHUTTLE / PERNER-INSEL, HALLEIN
Anfang Reichenhaller Straße, Höhe Haus Nr. 4
(Abfahrt zur Perner-Insel: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Rückfahrt: direkt nach Vorstellungsende am Vorplatz der Saline, vordem Verdampferturm)

 

Parkmöglichkeiten

 

Parkplatz Perner-Insel
Perner-Insel, 5400 Hallein

 

Öffnungszeiten: täglich 0-24 Uhr

 

An der Verkaufsstelle im Innenhof können Sie ein Ausfahrtticket zum Sonderpreis von 2€ erwerben. Sie ersparen sich somit den Weg zum Kassenautomaten und können nach der Vorstellung direkt ausfahren.

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