Operette "Gräfin Mariza"

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April 2021 Next
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Der Klassiker "Gräfin Mariza" behandelt eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise. Der verarmte Graf Tassilo hat sich als Verwalter bei der von Verehrern umschwärmten Gräfin Mariza verdingt. Die aufkeimende Liebe wird mit dem Auftauchen von Tassilos Schwester Lisa, die für seine Geliebte gehalten wird, gestört. Doch Lisa findet ihr Glück mit dem sympathischen Hochstapler Koloman Zsupán; und Tassilos Tante Bozena hilft nach, dass es auch für das Hauptpaar ein Happy End gibt...

Inhaltsangabe

Erster Akt. Den Landgütern von Gräfin Mariza steht ein neuer Verwalter vor, der sich Béla Török nennt, aber eigentlich der verarmte Graf Tassilo Endrödy-Wittemburg ist. Tassilo will solange als Gutsverwalter arbeiten, bis er die Mitgift für seine Schwester Lisa, die vom finanziellen Ruin der Familie nichts erfahren soll, zusammengespart hat. Um die Schulden abzudecken, hat Tassilo seinen Freund Karl Stephan Liebenberg beauftragt, den gesamten Familien­besitz der EndrödyWittemburg zu veräußern. Der Freund überbringt Tassilo die Nachricht, alles geregelt zu haben. Nach längerer Abwesenheit kündigt Mariza ihren Besuch auf dem Lande an. Sie hat eine große Gesellschaft – darunter auch ihren langjährigen Verehrer Fürst Populescu – eingeladen, um ihre Verlobung mit einem gewissen Koloman Zsupán zu verkünden. Die Verlobung wird allerdings ohne Bräutigam stattfinden, wie Mariza zur allgemeinen Verwunderung mitteilt. In Wahrheit hat sie sich den Bräutigam (mit dem Namen einer Operetten­figur!) nur ausgedacht, um lästige Verehrer abzuhalten. Tassilo stellt sich als neuer Verwalter vor und wird von Mariza mit großer Herablassung behandelt. Unerwartet steht er seiner Schwester Lisa gegenüber, die in Marizas Gefolge angereist ist. Tassilo lässt Lisa in dem Glauben, er habe sich aus Liebe zu einer Frau anstellen lassen und bittet sie um Diskretion bezüglich seiner wahren Identität. Überraschend erscheint ein Baron Koloman Zsupán, um seine zukünftige Braut kennenzulernen. Hartnäckig fordert er Mariza auf: „Komm mit nach Varašdin!” Die Gesellschaft feiert ausgelassen, während Tassilo, der nicht dazugebeten wurde, melancholisch an frühere Zeiten denkt. Als er sich weigert, sein Lied für Mariza erneut zu singen, entlässt sie ihn kurzerhand aus ihren Diensten. Der Feierlaune der Gesellschaft tut das keinen Abbruch. Man beschließt, in die Stadt ins Tabarin zu fahren. Die Zigeunerin Manja weissagt Mariza, dass sie sich binnen vier Wochen in einen Mann von edler Herkunft verlieben wird. Mariza fährt nicht mit ins Tabarin. Nachdem alle Gäste abgereist sind, kommen sie und Tassilo einander näher. Mariza will ihren Verwalter nicht verlieren und nimmt die Kündigung zurück.

Zweiter Akt. Die vier Wochen sind vergangen. Lisa hat sich in Zsupán verliebt, obwohl dieser nur von Gräfin Mariza schwärmt. Endlich gesteht sich Zsupán seine Gefühle für Lisa ein. Und die Gräfin findet immer mehr Gefallen an ihrem neuen Verwalter, wenngleich sie in ihren Träumen immer noch von anderen Verehrern verfolgt wird… Pause Fürst Populescu will wissen, ob er der Glückliche ist, in den Mariza sich verliebt hat. Doch sie lehnt erneut ab, mit ihm ins Tabarin zu fahren. Populescu scheut weder Kosten noch Mühen, um das Tabarin zu Mariza zu holen. Und er sät Zweifel im Herzen Marizas, das längst ihrem Verwalter gehört: Aus einem abgefangenen Brief Tassilos an Liebenberg geht eindeutig hervor, dass Tassilo ein Adeliger in Geldnöten ist; außerdem vermutet Populescu, dass Tassilo und Lisa heimlich ein Paar seien. Vor versammelter Gesellschaft deckt Mariza Tassilos wahre Identität auf. Sie beschuldigt ihn, sich als Mitgiftjäger eingeschlichen zu haben und wirft ihm eine große Summe Geldes hin. Da gibt sich Lisa als Tassilos Schwes­ter zu erkennen. Mariza ist innerlich erleichtert – doch der Bruch mit Tassilo scheint unüberbrückbar.

Dritter Akt. Nach durchzechter Nacht gesteht Populescu seinem Saufkumpanen Zsupán, dass er immer noch unsterblich verliebt ist in eine Fürstin, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Tassilos Tante, Fürstin Božena, erscheint überraschend in Begleitung ihres Kammerdieners Penižek. Sie hat das Erbe Tassilos zurückgekauft und auch gleich eine Braut für ihn ausgesucht, die ihr Neffe ablehnt. Im Gespräch mit Mariza findet Božena heraus, dass die Gräfin Tassilo liebt und ihr Verhalten bitter bereut. Zsupán entpuppt sich als Hochstapler, doch Lisa beschließt, bei ihm zu bleiben. Fürst Populescu erkennt in Božena seine Jugendliebe wieder. Eine Doppelhochzeit bahnt sich an … und auch Mariza und Tassilo bekennen sich endlich zu ihrer Liebe. 

Programm und Besetzung

Volksoper Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.
Parkgaragen im WIFI und im AKH

 

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der „Zauberflöte“ bis zu „Turandot“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Ein Sommernachtstraum“ reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien. Nicht zu vergessen Operettenklassiker wie „Die Fledermaus“, „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ein Walzertraum“.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Nachdem viele seiner Vorgänger das Haus frühzeitig verlassen haben, hat Robert Meyer mit der Zusicherung, er würde ein Langzeitdirektor, das Vertrauen von Publikum, Ensemble und Mitarbeitern gewonnen. Rasch konnte er die Volksoper wieder als das Musiktheater Wiens positionieren, indem Unterhaltung gepaart mit größter künstlerischer Qualität geboten wird.

Bereits im ersten Jahr seiner Direktion gelang es dank seiner Popularität und mit einem ambitionierten Spielplan, Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern. Auch auf dem Gebiet der Stammbesucher konnte ein großer Erfolg verbucht werden: Nachdem ein Jahrzehnt lang die Zahl der Abonnenten stetig zurückging, ist sie in diesem Jahr massiv angestiegen. Auch die Zahl der Wahlabonnenten wurde versiebenfacht.

Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

By Bwag - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34011212
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