PKF - Prager Philharmonie - Beethoven. Martinů (A1)

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Januar 1970
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Nicht viele Komponisten eignen sich für das Thema, das sich durch diese Orchesterreihe zieht, nämlich die Verbindung zwischen Musik und Gesellschaft, ebenso wenig wie Ludwig van Beethoven. Der Komponist, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, interessierte sich sehr für öffentliche Angelegenheiten und ließ seine persönlichen Gedanken darüber in mehrere seiner Werke einfließen. Als er zum Beispiel die Sinfonie Nr. 3 Es-Dur schrieb, war er von den Ideen Napoleon Bonapartes begeistert. Als sich dieser Politiker jedoch zum Kaiser erklärte, kratzte der empörte Komponist die Widmung an Bonaparte auf dem Manuskript aus, und das Stück ist heute als "Eroica" bekannt. Die Symphonie ist ein politisch inspiriertes Stück par excellence, und ihre Es-Dur-Tonart wird dank dieser Komposition als "heroische Tonart" bezeichnet. Ebenso interessant ist die Geschichte der Egmont-Ouvertüre. Beethoven schrieb sie als Begleitmusik zu Goethes gleichnamiger Tragödie über einen Helden aus den Niederlanden, der für die Freiheit kämpfte. Wegen ihrer kraftvollen Wirkung wurde die Ouvertüre zu einer inoffiziellen Hymne der blutigen ungarischen Revolution in den 1950er Jahren. Zwischen den beiden Beethoven-Werken liegt das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 von Bohuslav Martinů, aufgeführt von dem brillanten finnischen Pianisten, Dirigenten und Komponisten Olli Mustonen. 

Programm und Besetzung

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Ouvertüre zu Egmont Op. 84


BOHUSLAV MARTINŮ
Klavierkonzert Nr.3, H.316


LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 'Eroica'


Olli Mustonen - Klavier
Marcelo Lehninger - Dirigent

Rudolfinum

Das Rudolfinum ist eines der erwähnenswertesten Gebäude in Prag. Es ist ein im Stil der Neorenaissance errichtetes Konzert- und Galeriegebäude am rechten Ufer der Moldau in der Prager Altstadt (Staré Město) in Prag.

Das herausragende Gebäude aus hellem Sandstein wurde im Auftrag der böhmischen Sparkassen von den beiden Architekten Josef Zítek und Josef Schulz in den Jahren 1876–1884 errichtet. Die gerundete Fassadengestaltung lehnte sich an die der Dresdner Semperoper an. Schirmherr war Kronprinz Rudolf. Nach ihm und seinem kunstliebenden Vorfahren Kaiser Rudolf II. wurde das Gebäude benannt.  Es war von Anfang an als ein Haus der Künstler (Dům umělců) konzipiert und sollte der Pflege der Musik und der Bildenden Künste dienen. Das Rudolfinum wurde am 7 Februar 1885 eingeweiht, als es sich dem Unterhaus der Tschechischen Republik angeschlossen hat. In der neu gegründeten Tschechoslowakei wurde das Haus im Jahr 1920 zum Abgeordnetenhaus umgestaltet. Erst nach der deutschen Besetzung unter den Nazis ab 1938 wurde das Gebäude dem ursprünglichen Zweck zugeführt. Anfänglich arbeiteten dabei nur tschechische Arbeiter, die bewusst statt der Statue von Felix Mendelssohn Bartholdy jene von Richard Wagner entfernten. Nachdem dieser „Irrtum“ aufflog, wurde der Rückbau durch deutsche Arbeiter fortgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg residierte in dem Haus nochmals kurz das tschechische Parlament. Seit 1946 dient das Gebäude aber wieder als Konzert- und Ausstellungsstätte. Dazu beherbergt es verschiedene Konzertsäle. Deren größter, der sogenannte Dvořák-Saal, ist die Heimstatt des wichtigsten klassischen Prager Orchesters, der Tschechischen Philharmonie. Hier finden auch wichtige Konzerte des Musikfestivals Prager Frühling statt. Konzert Aktivitäten wurden während der deutschen Besatzung wiederhergestellt, aber die generelle Sanierung, speziell der Galerie fanden bis 1992 nicht statt. Nach der Generalsanierung durch den Architekten Karel Prager im Jahr 1992, das Rudolfinum wurde der sitz des Tschechischen Philharmonie und der Galerie Rudolfinum.

Anreise:

Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, steigen Sie an der Staroměstská Metro Station (Linie A), Straßenbahn Station (Nr. 17, 18 und 53) oder Bus Station (Nr. 207)

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