Platée

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Juni 2022 Next
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Handlung
Prolog - Die Geburt der Komödie

Nach einer durchfeierten Nacht weckt der Chor den trunkenen Thespis (antiker Begründer des Dramas und der Tragödie), der darauf ein Liebeslied auf Bacchus anstimmt und alle mit seiner Untreue zum ernsten Fach brüskiert.

Es erscheinen darauf die Muse des Theaters, Thalie und Momus, Gott des Spottes und der Häme. Sie wollen Jupiters Frau Juno wegen ihrer Eifersucht eine Lektion erteilen und suchen deshalb bei Thespis Unterstützung für ein inszeniertes Spiel. Ungeplant erscheint Amor und besteht darauf, den Plan mit ihm durchzuführen: „wie kann ein Spiel ohne die Inspiration der Liebe sein?“ fragt er. Alle vier beschließen darauf hin, eine neue Art von Schauspiel zu erfinden, das die Menschen von ihrer Unvollkommenheit heilt und die Lächerlichkeiten der Götter im Olymp offenbart (die Götter als eine Anspielung Rameaus auf die höfische Gesellschaft seiner Zeit).

Erster Akt

Während eines tosenden Sturms kommt Merkur vom Himmel und erklärt dem klagenden Berggott Citheron, dass er von Jupiter gesandt worden sei und dass der Sturm von Junos Eifersucht entfacht worden ist. Citheron schlägt einen Schabernack vor: Jupiter wird vorgeben, der hässlichen Platée einen Heiratsantrag zu machen, nur um Juno noch eifersüchtiger zu machen. Platée ist eine Sumpfnypmphe, die überzeugt ist, dass alle, die in die Nähe ihres Teichs kommen, unsterblich in sie verliebt sind. Juno wird die beiden zusammen bei einer gespielten Hochzeitszeremonie erwischen. Angesichts der Hässlichkeit Platées wird sie erkennen, dass ihre Eifersucht unbegründet ist, und das Paar Jupiter und Juno soll wieder in Eintracht vereinigt werden.

Nachdem Platée eintrifft, verlässt Merkur das Geschehen, um Jupiter zu informieren. Während Platée glaubt, dass es Cithéron ist, der trotz seiner Weigerungen in sie verliebt sei, hört sie erfreut von Merkur, dass Jupiter bald aus dem Himmel herabsteigen wird, um ihr seine Liebe zu erklären: „Der Gott des Donners, zur Erde herabgekommen wegen Deiner Schönheit, möchte sowohl sein Herz als auch das Universum Dir zu Füßen werfen.“[7] Clarine, die Dienerin Platées, singt einen neuen Sturm herbei. Platée bleibt, während die Wasserkreaturen (Nereïden) sich daraufhin in ihr feuchtes Heim zurückziehen.

Zweiter Akt

Inzwischen wurde Juno von Merkur nach Athen fehlgeleitet, damit sich ihre Ankunft so verzögert. Merkur und Cithéron finden ein Versteck zur Beobachtung des Geschehens. Begleitet von Momus trifft Jupiter ein. Er offenbart sich zunächst in Form eines Esels (die Orchesterbegleitung imitiert das Wieherns eines Esels), dann als eine Eule und Vögel, und schließlich in Form von Blitz und Donner. Es folgt ein längeres Divertissement, während dessen La Folie („der Wahnsinn“) überraschend auftritt[8] – die Geschichte von Apollo und Daphne als Warnung an Platée, sich nicht mit Jupiter einzulassen. Platée wird von den Tänzern und Sängern abwechselnd gelobt und verspottet.

Dritter Akt

Als die Hochzeitsgäste von Jupiter und Platée eintreffen, kehrt auch Juno von Zorn und Eifersucht aufgebracht aus Athen zurück. Sie wird aber von Merkur überredet, sich bis zum entscheidenden Zeitpunkt zu verstecken. Momus erscheint, als Amor verkleidet, und bietet Platée Geschenke an. Jupiter und Platée beginnen mit der Hochzeitszeremonie, aber Jupiter verzögert das Treueversprechen bis zum Erscheinen Junos. Als diese schließlich Platée sieht und ihr den Schleier entfernt, erkennt sie, dass die ganze Hochzeit eine inszenierte Täuschung war. Die Götter steigen darauf hin zurück zum Olymp und Platée versinkt gedemütigt zurück in ihrem Teich.

Programm und Besetzung

Oper in einem Prolog und drei Akten (1745)

Nach Jacques Autreau

Musik: Jean-Philippe Rameau - (1683-1764)

Libretto: Adrien-Joseph Le Valois d'Orville


Dirigent: Marc Minkowksi

Regie: Laurent Pelly

Bühnenbild: Chantal Thomas

Lichtdesign : Joël Adam

Kostümdesign: Laurent Pelly

Choreografie: Laura Scozzi

Dramaturgie: Agathe Mélinand

Chorleiter: Ching-Lien Wu

Orchestre des Musiciens du Louvre

Chöre der Opéra national de Paris

Koproduktion mit dem Grand Théâtre de Genève, Opéra national de Bordeaux, Opéra national de Montpellier, Théâtre de Caen und Opéra de Flandre


Besetzung


Thespis: Mathias Vidal

Ein Satyr, Cithéron: Nahuel di Pierro

Momus: Marc Maiillon

Thalie, la folie: Julie Fuchs (17. Juni > 6. Juli)

Amina Edris (7.> 12. Juli)

Liebe Klarinette: Tamara Bounazou

Platée: Lawrence Brownlee

Jupiter: Jean Teitgen

Merkur: Reinoud Van Mechelen

Juno: Adriana Bignani-Lesca

Pariser Oper - Palais Garnier

Die Pariser Oper (offizieller Name: Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte. Die Institution der Opéra wurde immer als unabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Vor der Französischen Revolution (seit 1669) hieß sie Académie Royale de musique und war in die Académie Royale eingegliedert.

Die Opéra war am Ende des 17. Jahrhunderts (ähnlich wie die Comédie-Française für das gesprochene Drama) das offizielle Theater des französischen Hofs. Im Unterschied zur Comédie-Française bekam die Opéra keine königlichen Subventionen und musste ihre Kosten zum Teil durch Vermietung ihrer Privilegien decken. Am Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich zu ihr die Opéra-Comique als Institution einer bürgerlichen Gegenkultur zur Opéra. Im 19. Jahrhundert zog sich der Adel von der Oper zurück, und als Gegengewicht zur aufstrebenden Gattung der Opéra comique entwickelte sich die Grand opéra als neue und ebenfalls bürgerliche Stütze der Opéra. Aus den Tanzeinlagen der Opern, die in Frankreich immer sehr wichtig waren, entwickelte sich hier das eigenständige Ballett. – Als „nationale“ Institution besteht die Opéra bis heute.

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und liegt am rechten Seineufer im 9. Bezirk. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille im Jahre 1989 wird die Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber nach wie vor auch klassische Opern auf.

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