Strawinskys drei große Ballette

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Eine Tour de Force von Josep Pons, der die Musik zu Strawinky's drei großen Balletten in einem einzigen Konzert dirigieren wird


Nur selten haben wir die Gelegenheit, drei der symphonischen Meisterwerke aller Zeiten an einem einzigen Abend zu hören. Einer der auffälligsten Züge der mythischen Ballets Russes war die fruchtbare und bahnbrechende Zusammenarbeit der Kompanie mit den Komponisten und bildenden Künstlern der damaligen Zeit. Strawinsky war einer der Musiker, deren Beziehung zu Diaghilev einen wichtigen Wendepunkt markierte.


Zwischen 1924 und 1956 besuchte Strawinsky sechs Mal Barcelona und gab hier 12 Konzerte (10 im Gran Teatre del Liceu). Im Jahr 1928 dirigierte er hier persönlich die gleichen Werke: Der Feuervogel (1910), Petruschka (1911) und Der Ritus des Frühlings (1913). Bei dieser Gelegenheit wurden sie in zwei getrennte Konzerte aufgeteilt.

Programm und Besetzung

Symphonieorchester des Gran Teatre del Liceu
Dirigent: Josep Pons


Programm


I. Strawinski
Der Feuervogel
Petruschka
Der Ritus des Frühlings

Gran Teatre del Liceu

Das Gran Teatre del Liceu ist das größte Opernhaus der katalanischen Hauptstadt Barcelona und liegt an den Rambles im Zentrum der Stadt.

Das Theater wurde am 4. April 1847 eröffnet und nach einem Brand am 31. Januar 1994 im Jahr 1999 wiedereröffnet.

 

Der Wiederaufbau

Nach der Brandkatastrophe wurde beschlossen, das Liceu „am selben Ort und so wie es war“ wieder aufzubauen, allerdings mit den nötigen Verbesserungen. Eine gemeinnützige Stiftung wurde gegründet, die „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ und die private Trägergesellschaft überließ trotz innerer Widerstände einzelner Miteigentümer das Grundeigentum der öffentlichen Hand. Die Stiftung startete eine große und erfolgreiche Spendenkampagne. Die Hälfte der Rekonstruktionskosten konnten so gedeckt werden.

Nach 5 Jahren „Liceu a l'exili“ an verschiedenen Spielstätten öffnete das Haus am 7. Oktober 1999 wieder seine Pforten. Am Programm stand Turandot von Puccini, das Werk, das auch am 31. Januar 1994 hätte gespielt werden sollen. Die Fassaden und der Spiegelsaal waren erhalten geblieben. Der Zuschauerraum wurde in alter Art rekonstruiert, allerdings in den Jahren 1998–1999 mit neuen Malereien des katalanischen Künstlers Perejaume ausgestattet. Bühne und Büros wurden modernisiert. Auch ein neuer kleiner Saal wurde geschaffen und die Pausenräumlichkeiten wurden erweitert. Als Architekten des Rekonstruktionsprojektes fungierten Ignasi de Solà-Morales, Xavier Fabré und Lluís Dilmé.

 

Zahlen und Fakten

Der große Saal hat bei 360 m² Fläche eine Kapazität von 2.286 Plätzen in Theaterbestuhlung. Er wird auch als Bankettsaal genutzt, auf einer Fläche von 530 m² finden dann 350 bis 530 Personen Platz. Veranstaltungen finden auch im Saló dels Miralls (spanisch: Salón de los Espejos, dt: Spiegelsalon, max. 280 Personen), im Foyer und im Vestibül statt. Seit der Wiedereröffnung 1999 verfügt das Haus über eine außergewöhnlich aufwändige Bühnentechnik, die schnelle und kosteneffiziente Wechsel der Bühnenbilder erlaubt.

 

Besichtigung

Eine Besichtigung des Opernhauses außerhalb der Konzertzeiten ist möglich. Täglich werden geführte Rundgänge angeboten, diese dauern etwa eine Stunde. Ungeführte Rundgänge sind ebenso möglich.

 

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