This is Venice

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April 2020
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Auf dem Rialto ist die Hölle los. Intrigen werden gesponnen, Ehen besiegelt und Deals gemacht. Im großen Karneval um Macht, Geld und Handelsvorteile hat sich in Venedig ein rissiges patriarchales System durchgesetzt, das auf der Unterdrückung der Frauen und dem Ausschluss von Minderheiten basiert. Es gilt das Gesetz der Väter – und wer nicht weiß, venezianisch und christlich ist, wird ausgeschlossen. So stabilisiert sich die Geld- und Kriegsmaschine Venedig und übersteht eine Krise nach der anderen. Mehr noch: Sie vergrößert trotz ihres maroden Kerns ihren Reichtum und ihre Macht. In dem drohenden Krieg gegen die Türken, die das Kolonialreich bedrohen, will sich ganz Venedig bewähren.


Die Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen und die Bühnenbildnerin Muriel Gerstner haben mit Regisseur Sebastian Nübling die zwei großen Venedig-Stücke von William Shakespeare in einer dramatischen Welt vereint. Was geschieht, wenn der Krieg ausfällt und sich die Gewalt nach innen richtet? Und was wäre, wenn in diesem Venedig die Frauen – Desdemona, Emilia, Bianca, Portia, Nerissa und Jessica – das letzte Wort behielten?

Programm und Besetzung

Doge: Rainer Galke

Brabantio: Markus Hering

Othello: Roland Koch

Desdemona: Marie-Luise Stockinger

Jago: Norman Hacker

Cassio: Mehmet Ate¿çi

Gratiano: Gunther Eckes

Bianca: Stefanie Dvorak

Emilia: Sylvie Rohrer

Rodrigo: Dietmar König

Portia: Stacyian Jackson

Shylock: Itay Tiran

Antonio: Dietmar König

Bassanio: Mehmet Ate¿çi

Jessica: Maresi Riegner

Lorenzo: Bardo Böhlefeld

Nerissa: Sylvie Rohrer

 

Regie: Sebastian Nübling

Bühnenbild: Muriel Gerstner

Kostüme: Pascale Martin

Musik: Lars Wittershagen

Choreographie: Christine Gaigg

Licht: Friedrich Rom

Dramaturgie: Alexander Kerlin, Tobias Herzberg

 

in einer Bearbeitung und neu übersetzt von

Elisabeth Bronfen, Muriel Gerstner

Burgtheater

Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

By Thomas Ledl - Own work, ©
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