Die tote Stadt
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Die tote Stadt – Erich Wolfgang Korngold | Oper
Oper in drei Bildern
Text: Paul Schott
eigentlich Julius und Erich Wolfgang Korngold
nach Georges Rodenbach
Sprache: Deutsch
1. Teil - ca. 90 Minuten
Pause - 25 Minuten
2. Teil - ca. 30 Minuten
Vollständige Handlung
Seit Jahren lebt Paul in Brügge nur noch für die Erinnerung an seine tote Frau Marie. In einem Zimmer seines Hauses, das für ihn zur »Kirche des Gewesenen« wurde, verwahrt er alle Dinge, die ihn an sie erinnern, darunter eine Haarflechte der Verstorbenen.
Als sein Freund Frank ihn besucht, erzählt ihm Paul von der Begegnung mit einer Unbekannten, die Marie völlig gleicht. Es ist Marietta, die als Tänzerin in Brügge gastiert und Pauls Einladung, ihn zu besuchen, angenommen hat. Sie nimmt seinen Rosenstrauß entgegen und singt, sich selbst auf Maries Laute begleitend, das alte Lied »Glück, das mir verblieb«. Immer stärker fließen die Bilder der toten Marie für Paul mit jenen Mariettas zusammen. Als er sie in die Arme schließen möchte, entwindet sie sich ihm und geht zur Probe, nicht jedoch ohne ihn zu einem Wiedersehen im Theater zu ermutigen.
Paul versinkt in einen tiefen Traum, in dem ihm Marie aus ihrem Porträt entgegentritt und ihn an seine Treue mahnt. Plötzlich findet er sich am Kai vor Mariettas Haus wieder. Frank taucht auf, mit dem Schlüssel zu ihrem Zimmer. Paul schlägt ihn nieder und reißt den Schlüssel an sich. Marietta kehrt mit ihrer Komödiantentruppe vom Theater heim und improvisiert auf offener Straße zu Ehren des Grafen Albert die Erweckungsszene aus Meyerbeers Oper Robert der Teufel. Marietta spielt darin die von den Toten auferstandene Héléna. Paul fährt dazwischen und beschuldigt sie der Blasphemie. Marietta nimmt den Kampf mit der toten Rivalin auf. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht plagen Paul Schuldgefühle. Als eine Prozession an seinem Haus vorbeizieht, verhöhnt ihn Marietta wegen seiner Frömmigkeit. Schließlich ergreift sie Maries Haarflechte. Paul will sie ihr entreißen, wirft Marietta nieder und erwürgt sie.
Paul erwacht aus seinem Traum. Marietta erscheint, um den vergessenen Rosenstrauß zu holen. Auch Frank kehrt zurück, und Paul beschließt, mit ihm Brügge, die »Stadt des Todes«, zu verlassen.
Programm und Besetzung
Paul: Klaus Florian Vogt
Marietta, Tänzerin: Vida Mikneviciute
Frank, Pauls Freund: Andrè Schuen
Fritz, der Pierrot: Andrè Schuen
Dirigent: Sebastian Weigle
Regie: Willy Decker
Ausstattung: Wolfgang Gussmann
Wiener Staatsoper
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn
Es befinden sich Taxistände in der Nähe.
Mit dem Auto / Parken
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Geschichte
Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.
Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.
Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.
Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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