Elektra

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September 2020 Next
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Nach der Ermordung ihres Vaters ist Elektra nur mehr von einem Gedanken beseelt: von der Rache an den beiden Mördern. Diese sind aber ihre Mutter und deren neuer Gatte ...

 

Inhaltsangabe

Vorgeschichte
Agamemnon, König in Mykene, und seine Gattin Klytämnestra haben vier Kinder: Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest. Als die griechische Flotte gegen Troja auslaufen will, wird sie von einer Windstille zurückgehalten. Agamemnon muß seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern, damit sie günstige Bedingungen für die Seefahrt gewährt. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen. Während Agamemnons Abwesenheit im Kampf um Troja bindet sich Klytämnestra an Aegisth. Beide planen Agamemnons Tod. Als er siegreich mit Kassandra, der trojanischen Seherin und Königstocher, heimkehrt, bereiten ihm Klytämnestra und Aegisth heuchlerisch einen freudigen Empfang. Im Bade erschlagen sie den Wehrlosen mit einer Axt. Nach dem Mord an ihrem Vater hat Elektra ihren jungen Bruder Orest in Sicherheit bringen können. Sie selbst hegt nur einen Gedanken: den Mord zu rächen.

Die Handlung
Elektra hat sich losgesagt von Aegisth, Klytämnestra und deren Gesellschaft. Vereinsamt lebt sie dahin, gedanklich gekettet an Agamemnon. Unbeugsam nährt sie ihren Haß, baut sie auf Orests Rückkehr als Rächer. Die fünf Mägde, bewacht von der Aufseherin, kommentieren Elektras Verhalten und Reden: gehässig, prahlerisch, ängstlich; nur die jüngste tritt für Elektra ein (". . . ihr alle seid nicht wert, die Luft zu atmen, die sie atmet..") - und wird darum gezüchtigt.
Elektra beschwört Agamemnon ("... unsre Stunde ist's, die Stunde, wo sie dich geschlachtet haben..."), berauscht sich an ihren Blut-Visionen ("... So wie aus umgeworfnen Krügen wird's aus den gebundnen Mördern fließen....") Chrysothemis unterbricht Elektras Monolog und warnt sie: Aegisth und Klytämnestra wollen sie einkerkern. Chrysothemis erheischt Mitleid, sie will sich mit den Mächtigen arrangieren, um ihre Wünsche verwirklichen zu können ("...Eh' ich sterbe, will ich auch leben! Kinder will ich haben, bevor mein Leib verwelkt..."). Elektra reagiert höhnisch.
Klytämnestra, ruhelos, gepeinigt von ihren Erinnerungen, gequält von Angstträumen ("...es ist so fürchterlich, daß meine Seele sich wünscht, erhängt zu sein...") sucht das Gespräch mit Elektra, erhofft sich Auskunft, durch welche Blutopfer und Bräuche ihr Linderung zuteil würde. Elektra antwortet hinhaltend, rätselhaft, hintersinnig ("Wenn das rechte Blutopfer unterm Beil fällt, dann träumst du nicht länger!"), ängstigt Klytämnestra durch Fragen nach Orest; fast kommt es zu einer Annäherung von Mutter und Tochter, da aber Klytämnestra von Aegisth nicht lassen will, läßt Elektra schließlich die Maske fallen: "Was bluten muß? Dein eigenes Genick..."
In diesem Augenblick aber erfährt Klytämnestra von ihrer Vertrauten Neuigkeiten, ihr Grauen weicht einem Triumphgefühl. Elektra ist irritiert, bis ihr Chrysothemis zuschreit: "Orest ist tot. "Elektra will das nicht wahrhaben, muß dann doch dem Botenbericht Glauben schenken und erkennt: "Nun muß es hier von uns geschehn" - die Rachetat. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Mit Zärtlichkeit und Zeichen der Zuneigung ("Wie stark du bist! Dich haben die jungfräulichen Nächte stark gemacht...") versucht Elektra, Chrysothemis für ihren Mordplan an Klytämnestra und Aegisth zu gewinnen. Aber Chrysothemis hat Angst, entzieht sich ihrer Schwester - und wird von dieser verflucht. Elektra ist entschlossen, die Tat allein zu vollbringen.
Ein Fremder ist gekommen: er sei der Bote, Klytämnestra den Tod Orests zu melden. Elektras Verzweiflung bewegt ihn, nach ihrem Namen zu fragen. Dann gibt er sich als Bruder zu erkennen - Orest! Elektra drängt zur Tat, überredet Orest, bis er bereit ist: "... Ich will es tun, ich will es eilig tun!"
Elektra harrt. ... Die Todesschreie Klytämnestras und die Verwirrung der Mägde geben ihr Gewißheit...
Aegisth, von Dienern herbeigeholt, will selbst die Botschaft von Orests Tod hören. Schmeichlerisch geleitet ihn Elektra dahin, wo sie den Rächer weiß, der ihn töten wird.
Chrysothemis, begeistert vom Geschehen, ist schon ganz auf der Seite Orests und hofft, daß nun durch ihn ein neues Leben anfangen werde ("... und Liebe fließt über uns wie Öl und Myrrhen....")
In Elektra scheint eine furchtbare Erkenntnis aufzukeimen (".... der zwanzigfache Ozean begräbt mir jedes Glied mit seiner Wucht, ich kann mich nicht erheben!"), sie erstarrt, ihr bleibt das Schweigen, und die als ersehnte Erneuerung bis jetzt gern getragene "Last des Glücks" offenbart sich ihr als unentrinnbare Schicksalsverstrickung.

Programm und Besetzung

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

© Bwag/Commons
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