Macbeth

Tickets bestellen
PreviousMai 2029
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

 

Macbeth – Giuseppe Verdi | Oper

Melodramma in vier Akten

Text: Andrea Maffei & Francesco Maria Piave

nach William Shakespeare

Sprache: Italienisch

Altersempfehlung 16 +

 

Über das Werk

Macbeth, Heer­füh­rer im Dienst Kö­nig Duncans, wird von drei He­xen pro­phe­zeit, dass er selbst Kö­nig wer­de. Doch der Preis ist hoch, und bald schon be­ginnt sein blu­ti­ger Pfad der Selbst­zer­stö­rung.

Ge­drängt von der ehr­gei­zi­gen Lady Macbeth be­geht er Mord und Ver­rat, um sei­ne Macht zu si­chern. Doch sei­ne Ta­ten ho­len ihn ein, als er sich ge­gen sei­nen Wi­der­sa­cher Macduff und ei­ne auf­stän­di­sche Ar­mee stel­len muss. Die Tra­gö­die er­reicht ih­ren Hö­he­punkt in ei­ner ver­hee­ren­den Schlacht, die Macbeths Un­ter­gang be­sie­gelt und Malcolm, den Sohn des er­mor­de­ten Kö­nigs, zum neu­en Kö­nig von Schott­land macht.

 

1. & 2. Akt - ca. 85 Minuten

Pause - ca. 25 Minuten

3. & 4. Akt - ca. 70 Minuten

 

 

Handlung

 

1. Akt

Macbeth und Ban­co, die Ge­ne­rä­le des Kö­nigs, kom­men aus dem Krieg.

He­xen grü­ßen Macbeth, den Herrn von Gla­mis, pro­phe­tisch als Herrn von Caw­dor und als Kö­nig von Schott­land. Auch Ban­co will sei­ne Zu­kunft wis­sen. Er soll Va­ter von Kö­ni­gen wer­den. Sol­da­ten mel­den die Er­nen­nung Macbeths zum Herrn von Caw­dor.

Macbeth schau­dert vor der Ge­walt, mit der er die zwei­te Pro­phe­zei­ung wahr­ma­chen könn­te. Ban­co durch­schaut sei­ne Ver­su­chung.

Die He­xen er­war­ten, dass Macbeth sie bald wie­der auf­su­chen wird. Ein Brief ih­res Man­nes be­rich­tet Lady Macbeth von der Be­geg­nung mit den He­xen. Sie kennt sei­nen Ehr­geiz, zwei­felt aber an sei­ner Ge­walt­be­reit­schaft. Sie ist ent­schlos­sen, sei­ne Hem­mung aus­zu­räu­men.

 

Ein Die­ner mel­det die be­vor­ste­hen­de An­kunft Kö­nig Duncans. Lady Macbeth setzt all ih­re Hoff­nun­gen auf die Nacht, die der Kö­nig un­ter ih­rem Dach ver­brin­gen wird. Vor dem Ein­tref­fen des Kö­nigs und sei­nes Ge­fol­ges fin­den Macbeth und die Lady noch Zeit, sich zu ver­stän­di­gen.

Macbeth sieht ei­nen blu­ti­gen Dolch, der ihn zum Schlaf­zim­mer des Kö­nigs führt. Auf das ver­ab­re­de­te Si­gnal hin dringt er ein.

Nach dem Mord wei­gert sich der völ­lig ver­stör­te Macbeth, noch ein­mal das Zim­mer zu be­tre­ten, um die Tat­waf­fe den schla­fen­den Wäch­tern un­ter­zu­schie­ben. Lady Macbeth tut es. Es klopft an der Pfor­te. Lady Macbeth reißt ih­ren Mann mit sich fort.

Macduff und Ban­co ent­de­cken den To­ten und schla­gen Alarm. Die Her­bei­ge­eil­ten ver­flu­chen den Mör­der und ru­fen Got­tes Straf­ge­richt an.

 

2. Akt

Dun­cans Sohn Mal­colm ist nach Eng­land ge­flo­hen. Er gilt als der Mör­der sei­nes Va­ters. Macbeth ist Kö­nig.

Um zu ver­hin­dern, dass sich die Pro­phe­zei­ung be­wahr­hei­tet, Ban­co wer­de Va­ter von Kö­ni­gen, be­schließt er, Ban­co und des­sen Sohn Fleance zu tö­ten.

Lady Macbeth be­rauscht sich an der Macht über Le­ben und Tod. Von Macbeth ge­dun­ge­ne Mör­der lo­cken Ban­co und sei­nen Sohn in ei­nen Hin­ter­halt. Ban­co, der trotz sei­nes Ver­dachts der Ein­la­dung Macbeths ge­folgt ist, wird er­mor­det. Fleance kann ent­kom­men.

 

Das neue Kö­nigs­paar gibt ein Fest. Lady Macbeth singt ein Trink­lied. Ei­ner der Mör­der mel­det Macbeth den Tod Ban­cos und die Flucht Fleances. Als Macbeth sich auf den frei­ge­blie­be­nen Ses­sel set­zen will, sitzt Ban­cos Geist auf ihm. Lady Macbeth und die Gäs­te se­hen ihn nicht. Der Geist ver­schwin­det. Macbeth lässt das Trink­lied wie­der­ho­len. Ban­cos Geist er­scheint noch ein­mal. Macbeth be­schließt, zu den He­xen zu ge­hen. Die Lady schmäht sei­ne Ge­spens­ter­furcht. Die Fest­ge­sell­schaft be­ob­ach­tet die Zer­rüt­tung des Herr­schers. Macduff, ein schot­ti­scher Ad­li­ger, wird das Land ver­las­sen.

 

3. Akt

Die Hexen sind am Werk. Macbeth will sein Schicksal wissen.

Die Hexen beschwören Geister. Diese prophezeien: Macbeth solle sich hüten vor Macduff; keiner, den eine Frau geboren hat, könne ihn verwunden; ehe nicht der Wald von Birnam gegen ihn anrücke, sei er unbesiegbar. Ob Bancos Geschlecht herrschen wird, will Macbeth wissen. Acht Könige erscheinen, der letzte trägt einen Spiegel: Banco. Lachend zeigt er die lange Reihe seiner gekrönten Nachkommen. Macbeth wird ohnmächtig.

Lady Macbeth lässt sich von den Erscheinungen berichten. Macbeth und seine Frau werden Macduffs und Bancos Familien vernichten.

 

4. Akt

Ein Flücht­lings­la­ger an der Gren­ze zwi­schen Schott­land und Eng­land. Gro­ße Tei­le der schot­ti­schen Be­völ­ke­rung ver­las­sen auf der Flucht vor der Ge­walt­herr­schaft Macbeths ihr Land.

Macduff denkt an sei­ne Frau und sei­ne Kin­der. Er hat sie in Schott­land zu­rück­ge­las­sen. Macbeth hat sie er­mor­det. Macduff will die Ra­che Got­tes voll­stre­cken.

Mal­colm ist mit ei­ner eng­li­schen Streit­macht nach Schott­land un­ter­wegs. Im Wald von Bir­nam be­fiehlt er den Sol­da­ten, sich mit Äs­ten zu tar­nen. Flücht­lin­ge schlie­ßen sich dem Heer an.

 

Ein Arzt und ei­ne Kam­mer­frau be­ob­ach­ten die schlaf­wan­deln­de Lady Macbeth. Im­mer wie­der ver­sucht sie, ei­nen ver­meint­li­chen Blut­fleck an ih­rer Hand zu ent­fer­nen. Macbeth spürt den na­hen Tod. Er ist oh­ne Hoff­nung. Die Kam­mer­frau mel­det den Tod der Kö­ni­gin. Sol­da­ten ver­kün­den das Na­hen des Wal­des von Bir­nam. Macbeth ruft zu Tod oder Sieg.

Macduff, den man einst der Mut­ter aus dem Schoß schnitt, tö­tet Macbeth, Macbeth un­ter­liegt »von Gott und Men­schen ver­flucht«.

Mal­colm ist Kö­nig von Schott­land.

Programm und Besetzung

Macbeth: Étienne Dupuis

Banco: Alexander Vinogradov

Lady Macbeth: Anastasia Bartoli

Macduff: Najmiddin Mavlyanov

 

Musikalische Leitung: Francesco Ivan Ciampa

Inszenierung: Barrie Kosky

Szenische Einstudierung: Sylvie Döring

Bühne und Licht: Klaus Grünberg

Kostüme: Klaus Bruns

Dramaturgie: Claus Spahn

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

Opera de Stat Viena
© Bwag/Commons
© Wiener Staatsoper
Ähnliche Veranstaltungen