Manon Lescaut

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Manon Lescaut – Giacomo Puccini | Oper

Dramma lirico in vier Akten

nach Abbé Prévost

Sprache: Italienisch

 

Über das Werk

Als Ma­non in Ami­ens an­kommt, trifft sie Des Grieux und ver­liebt sich so­fort un­sterb­lich in ihn. Trotz ih­rer Flucht nach Pa­ris, um ein ge­mein­sa­mes Le­ben zu be­gin­nen, wird Ma­nons Wunsch nach Lu­xus und Reich­tum ihr zum Ver­häng­nis.

Sie ver­lässt Des Grieux für den rei­chen Ge­ron­te, be­reut je­doch bald ih­re Ent­schei­dung und flieht er­neut mit Des Grieux. Ih­re Lie­be wird je­doch auf ei­ne har­te Pro­be ge­stellt, als Ma­non ver­haf­tet und nach Ame­ri­ka de­por­tiert wird. Des Grieux folgt ihr, doch ih­re Ge­schich­te en­det in Tra­gö­die, als Ma­non in sei­nen Ar­men in der Wild­nis stirbt.

 

1. & 2. Akt - ca. 75 Minuten

Pause - ca. 25 Minuten

3. & 4. Akt - ca. 50 Minuten

 

 

Handlung

 

1. Akt

Ma­non, ein schö­nes jun­ges Mäd­chen aus der Pro­vinz, soll von ih­rem Bru­der Les­caut in ein Klos­ter ge­bracht wer­den. Der Stu­dent Des Grieux ver­liebt sich auf den ers­ten Blick in sie. Ge­ron­te, ein rei­cher al­ter Mann, ist eben­falls von Ma­non be­ein­druckt und plant, sie zu ent­füh­ren.

Ed­mon­do in­for­miert sei­nen Freund Des Grieux über die Ab­sich­ten Ge­ron­tes. Nach­dem Des Grieux Ma­non sei­ne Lie­be ge­stan­den hat, flie­hen sie ge­mein­sam. Les­caut ver­si­chert Ge­ron­te, dass Ma­non das Le­ben in Ar­mut bald satt ha­ben wer­de und sich frei­wil­lig Ge­ron­te und sei­nem Wohl­stand zu­wen­den wür­de.

 

2. Akt

Les­cauts Pro­phe­zei­un­gen ha­ben sich be­wahr­hei­tet: Ma­non hat Des Grieux ver­las­sen, um an der Sei­te Ge­ron­tes ein Le­ben in Reich­tum zu füh­ren.

Al­ler­dings teilt sie Les­caut, ih­rem Bru­der, mit, dass der neu ge­fun­de­ne Wohl­stand Des Grieux nicht auf­wie­gen könn­te. Ge­ron­te protzt vor ei­ni­gen sei­ner Freun­de mit Ma­non. Ma­non wird von Des Grieux über­rascht. Er macht ihr gro­ße Vor­wür­fe, da sie ihn ver­las­sen hat­te.

 

Als sie um Ver­ge­bung fleht, ver­fällt er wie­der ih­rem Bann. Kaum ist das lei­den­schaft­li­che Lie­bes­paar aber wie­der ver­eint, kehrt Ge­ron­te über­ra­schend zu­rück. Ma­non ver­lacht Ge­ron­te, der sich dar­auf­hin – Ra­che schwö­rend – ent­fernt.

Des Grieux drängt Ma­non zwar zur so­for­ti­gen Flucht, doch ver­mag sie sich vom Lu­xus des neu­en Le­bens nicht zu tren­nen. Les­caut er­scheint und warnt die bei­den, dass Ge­ron­te Ma­non ein­ker­kern las­sen will. In ih­rem ver­zwei­fel­ten Ver­such, mög­lichst vie­le Ju­we­len, Klei­der und Geld auf die Flucht mit­zu­neh­men, zö­gert sie zu lang: Ge­ron­te er­scheint und lässt sie ein­ker­kern.

 

3. Akt

Des Grieux’ und Les­cauts Plan, Ma­non zu be­frei­en, miss­lingt.

Ma­nons De­mü­ti­gung und Schan­de wird nun of­fen­bar: Sie soll de­por­tiert wer­den. Des Grieux, der von ihr ge­ra­de­zu be­ses­sen ist, er­reicht, dass er sie be­glei­ten darf.

 

4. Akt

Des Grieux und die ster­ben­de Ma­non be­fin­den sich in ei­ner Ein­ö­de.

Des Grieux be­gibt sich auf Ma­nons Wunsch auf die Su­che nach Was­ser. Al­lein ge­las­sen lässt sie ihr Le­ben Re­vue pas­sie­ren und er­kennt ih­re Feh­ler. Als Des Grieux zu­rück­kehrt, ge­steht sie ihm ih­re Lie­be und stirbt in sei­nen Ar­men.

Programm und Besetzung

Manon Lescaut: Elena Stikhina

Chevalier René Des Grieux: Vittorio Grigolo

 

Dirigent: Giacomo Sagripanti

Regie und Licht: Robert Carsen

Ausstattung: Antony McDonald

Choreografie: Philippe Giraudeau

Dramaturgie: Ian Burton

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

Opera de Stat Viena
© Bwag/Commons
© Wiener Staatsoper
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