Onegin Ballett

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Onegin – John Cranko | Ballett

 

Über das Werk

Rast­lo­ser Dan­dy er­kennt in ei­ner bür­ger­li­chen Frau zu spät sei­ne gro­ße Lie­be. Zer­ris­se­ne Brie­fe. Zer­stör­te Le­ben.

Mit sei­ner Ad­ap­ti­on von Puschkins Vers­ro­man Eugen Onegin schuf John Cranko ein Meis­ter­werk des Er­zähl­bal­letts und ei­nes der be­rühm­tes­ten Hand­lungs­bal­let­te des 20. Jahr­hun­derts. Die im Un­glück en­den­de Lie­bes­ge­schich­te von der jun­gen Frau Tatjana und dem An­ti­hel­den Onegin zeich­net Meis­ter­cho­reo­graf John Cranko zu ver­schie­de­nen Wer­ken Tschaikowskis, je­doch nicht zu des­sen Oper Eugen Onegin. Die Emo­tio­nen und Lei­den­schaf­ten sei­ner Fi­gu­ren wer­den, wie durch ein Brenn­glas be­trach­tet, zum Mo­tor sei­ner Dra­ma­tur­gie, die sich al­lein durch den Tanz er­zählt.

 

1. Akt - ca. 35 Minuten

Pause - 25 Minuten

2. Akt - ca. 30 Minuten

Pause - 25 Minuten

3. Akt - ca. 30 Minuten

 

Wissenswertes

Ein Du­ell en­det für den erst 38-jäh­ri­gen Puschkin im Jahr 1837 – wie für Lenski in Onegin – töd­lich. Auch Cranko er­reich­te kein ho­hes Al­ter: Er starb wäh­rend des Rück­flugs von ei­ner US-Tour­nee 1973 im Al­ter von nur 45 Jah­ren.

 

 

Handlung

 

1. Akt

Im Gar­ten Madame Larinas

Tatjana und Olga tan­zen mit ih­ren Freun­din­nen. Ein al­tes Spiel wird ge­spielt: Wer in den Spie­gel blickt, sieht den Ge­lieb­ten. Bei Olga be­wahr­hei­tet sich der Aber­glau­be. Sie er­blickt ih­ren Ver­lob­ten, den Dich­ter Lenski. Als ih­re Schwes­ter Tatjana in den Spie­gel schaut, sieht sie Onegin und ver­liebt sich in ihn. Lenski hat­te sei­nen Freund, der we­gen der Erb­schaft ei­nes statt­li­chen Land­gu­tes aus St. Pe­ters­burg ge­kom­men ist, in das Haus der Wit­we Larina ein­ge­führt. Doch der ge­lang­weil­te Städ­ter lässt die Ge­sell­schaft sei­ne Über­le­gen­heit spü­ren. Auch Tatjana ver­mag ihn nicht von sei­nem Hoch­mut ab­zu­brin­gen.

 

Tatjanas Schlaf­zim­mer

Tatjana schreibt ei­nen Brief an Onegin, in dem sie ih­rer schwär­me­ri­schen Lie­be zu dem fast un­be­kann­ten Mann Aus­druck ver­leiht. Über dem Ge­schrie­be­nen ein­ge­schla­fen, blickt sie im Traum in ih­ren Spie­gel: Onegin er­scheint und er­wi­dert ih­re Lie­be.

 

2. Akt

Im Haus Madame Larinas

Tatjana fei­ert ih­ren Ge­burts­tag. Un­ge­dul­dig war­tet sie auf ein Zei­chen, mit dem Onegin, der mit Lenski eben­falls auf der Par­ty ist, auf ih­ren Brief ant­wor­tet. Aber Onegin ist ge­reizt. Er zer­reißt den Brief vor Tatjanas Au­gen und flir­tet so un­miss­ver­ständ­lich mit Olga, dass der ah­nungs­lo­se und zu­tiefst ei­fer­süch­ti­ge Lenski ihn zum Du­ell for­dert. Fürst Gremin, ein an­ge­se­he­ner Freund des Hau­ses, kann das Dra­ma nicht ver­hin­dern.

 

Ein ver­las­se­ner Park

Tatjana und Olga be­schwö­ren Lenski, auf das Du­ell zu ver­zich­ten. Auch Onegin ist zur Ver­söh­nung be­reit, doch Lenski lässt sich nicht um­stim­men. Onegin er­schießt Lenski.

 

3. Akt

Ball­saal des Fürs­ten Gremin

Zehn Jah­re sind ver­gan­gen. Tatjana hat Fürst Gremin ge­hei­ra­tet. Auf ei­nem Ball des Fürs­ten er­scheint ein vom Le­ben ent­täusch­ter Onegin. Als er Tatjana dort un­er­war­tet wie­der­sieht, wird ihm klar, dass er die ein­zi­ge ech­te Lie­be sei­nes Le­bens zu­rück­ge­wie­sen hat. Er hofft auf ih­re ein­sti­gen Ge­füh­le für ihn. Doch die Rol­len ver­tau­schen sich: Tatjana wen­det sich schein­bar über­le­gen von Onegin ab.

 

Tatjanas Bou­doir

Onegin hat sich schrift­lich bei Tatjana an­ge­mel­det. Die­se will die Be­geg­nung ver­mei­den, doch ih­re Bit­te an den sorg­lo­sen Gremin, sie an die­sem Abend nicht al­lein zu las­sen, bleibt ver­geb­lich. Onegin kommt und of­fen­bart ihr sei­ne Lie­be. Im Kampf mit ih­ren Ge­füh­len er­kennt Tatjana, dass Onegins Ein­sicht zu spät kommt: Vor sei­nen Au­gen zer­reißt sie sei­nen Brief. Onegin stürzt ver­zwei­felt da­von, Tatjana bleibt ver­zwei­felt zu­rück.

Programm und Besetzung

Musikalische Leitung: Paul Connelly

Choreografie & Inszenierung: John Cranko

Musik: Piotr I. Tschaikowski in einem Arrangement von Kurt-Heinz Stolze

Bühne und Kostüme: Elisabeth Dalton

Licht: Steen Bjarke

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

Opera de Stat Viena
© Bwag/Commons
© Wiener Staatsoper
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