Orfeo
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Orfeo – Claudio Monteverdi | Oper
Favola in musica in fünf Akten und einem Prolog
Text: Alessandro Striggio
Sprache: Italienisch
Über das Werk
Das Glück des Sängers Orfeo und seiner Euridice ist von kurzer Dauer: Am Tag ihrer Hochzeit wird Euridice durch einen Schlangenbiss getötet.
Orfeo weigert sich, das Schicksal anzunehmen, und beschließt, in die Unterwelt hinabzusteigen, um Euridice zurückzuholen. Kraft seines Gesanges dringt er in das Totenreich vor und überredet dessen Herrscher, Proserpina und Pluto, Euridice freizugeben. Doch wird Orfeo die Bedingung gestellt, sich während des gemeinsamen Aufstiegs nicht nach ihr umzublicken. Auf dem Weg kommen Orfeo aber Zweifel, ob Euridice ihm wirklich folgt, sodass er sich zurückwendet. Da entschwindet ihm die Geliebte – diesmal für immer.
1. Teil - ca. 60 Minuten
Pause - 25 Minuten
2. Teil - ca. 60 Minuten
Handlung
Prolog
Die Musik in Person begrüßt die Gäste. Sie lobt den berühmten Sänger Orfeo.
1. - 3. Akt
Es ist der Tag der Hochzeit von Orfeo und Euridice. Hirten und Nymphen feiern das Paar mit Tänzen und Gesängen.
Orfeo wird um ein Lied gebeten. In seinem Gesang dankt er dem Schöpfer des Universums. Euridice gegenüber bringt er sein Glück über ihr Zusammensein zum Ausdruck. Euridice bekundet ihr eigenes Glück über Orfeos Liebe. Der Gott der Hochzeit wird angerufen, eine Zeremonie wird begangen.
Orfeo feiert mit den Hirten die Schönheit der Natur. Er erinnert auch an seine frühere Hoffnungslosigkeit, sein Glück mit Euridice erscheint ihm dadurch noch vollkommener. Eine Botin bringt schreckliche Nachricht: Euridice ist am Gift einer Schlange gestorben. Die fröhliche Stimmung schlägt in Entsetzen um. Orfeo weigert sich, das Schicksal anzunehmen. Durch die Kraft seiner Lieder will er in die Unterwelt gelangen und Euridice zurückholen. Sollte ihm das nicht gelingen, will er mit ihr im Reich der Toten bleiben.
Die Hoffnung hat Orfeo bis an den Eingang zum Inferno begleitet. Das Gesetz verbietet, dass sie weitergeht. Sie entfernt sich. Während Orfeo ihren Verlust beklagt, stellt sich ihm Caronte in den Weg. Er ist der Fährmann, der die Toten über den Fluss Lethe bringt. Er verweigert Orfeo die Überfahrt. Kein Lebender könne in das Reich der Toten eingehen.
Orfeo versucht, Caronte mit seinem Gesang zu erweichen. Als der Fährmann einschläft, kann Orfeo sich seiner Barke bemächtigen und den Fluss überqueren.
4. - 5. Akt
Proserpina bittet ihren Gatten Plutone, Euridice freizugeben und mit Orfeo ins Leben zurückkehren zu lassen. Der Herrscher der Unterwelt erklärt sich aus Liebe zu ihr dazu bereit.
Er stellt aber eine Bedingung: Orfeo darf sich während des Aufstieges zum Licht nicht nach Euridice umblicken. Als Dank für sein Gewähren bittet Plutone Proserpina, in Zukunft auf ihren jährlichen Besuch der Welt der Lebenden zu verzichten.
Orfeo und Euridice machen sich auf den Weg. Orfeo kommen Zweifel, ob Euridice ihm wirklich folgt. Er dreht sich nach ihr um. Sofort hört er Stimmen, die ihn des Gesetzesbruches anklagen. Euridice entschwindet. Orfeo bleibt in Verzweiflung zurück.
Orfeo ist wieder in der Welt der Lebenden. Seinen Schmerz über den Verlust Euridices kann er nicht überwinden. Ein Echo scheint ihn zu trösten, spiegelt ihm aber vor allem seine eigene Verzweiflung zurück. Orfeo preist noch einmal die verlorene Geliebte und schmäht alle anderen Frauen.
Apollon rät Orfeo, sich nicht gehen zu lassen. So wie er sich zuvor an seinem Glück zu sehr erfreut habe, so versenke er sich nun zu sehr in seinen Schmerz. Er rät Orfeo, sein Schicksal anzunehmen und mit ihm in den Himmel zu steigen. Er werde dort Euridices Ebenbild in der Sonne und in den Sternen finden. Orfeo willigt ein. Gemeinsam besingen Apollon und Orfeo den Frieden, den Orfeo nun zu finden hofft. Eine Zeremonie der Lebenden bekräftigt diese Hoffnung.
Programm und Besetzung
Die Musik / Die Hoffnung / Echo: Nadezhda Karyazina
Orfeo: Rolando Villazón
Euridice: Florina Ilie
Botin / Proserpina: Margaret Plummer
Plutone: Matheus França
Caronte: Wolfgang Bankl
Apollo: Hiroshi Amako
Ein Hirte: Iurii Iushkevich
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Inszenierung: Tom Morris
Bühne & Kostüme: Anna Fleischle
Licht: James Farncombe
Video: Nina Dunn
Choreografie & Bewegungsregie: Jane Gibson, Callum Hastie
Wiener Staatsoper
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn
Es befinden sich Taxistände in der Nähe.
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Geschichte
Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.
Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.
Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.
Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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