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Wir sind noch einmal davongekommen

VenueBurgtheater
CalendarDo. 17 Sept. 2026 - Mi. 30 Sept. 2026
Inhalt / Details

 

Wir sind noch einmal davongekommen

(THE SKIN OF OUR TEETH) | Festvorstellung zum 50. Bühnenjubiläum von Elisabeth Augustin

von Thornton Wilder

Dauer: 3 Stunden - 1 Pause

 

In der Übersetzung von Barbara Christ

Eigentlich könnte Familie Antrobus friedlich in New Jersey leben, müssten sie nicht dreimal hintereinander dem Weltuntergang ins Auge blicken: Eiszeit, Sintflut und Krieg. Doch die Menschheitsfamilie kommt gerade noch einmal davon; sie erweist sich als erstaunlich krisenfest und vertraut auf Ideen, Glaubenssätze und Erzählungen, die sie vom Chaos in ein neues Leben führen. Raum und Zeit sind in dieser Revue über das Menschsein scheinbar aufgehoben: Im Vorgarten grasen Dino und Mammut, während Homer und Moses um Asyl bitten und die Bücher in der Bibliothek zu sprechen beginnen …

Der US-amerikanische Autor und Pulitzer-Preisträger Thornton Wilder schrieb dieses Stück, während die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintraten. 1942 stellte er den urkomischen und zutiefst abgründigen Genre-Sprenger fertig, der bald darauf zum Welthit werden sollte. Neben der bitteren Erkenntnis, dass die Menschheit das Böse wohl immer auch als einen Teil von sich akzeptieren muss, steht der unerschütterliche Glaube an die humanistischen Werte.

 

Besetzung

Regie: Stefan Bachmann
Bühnenbild: Olaf Altmann
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Musik: Sven Kaiser
Licht: Bernd Purkrabek
Choreografie & Körperarbeit: Sabina Perry
Video: Moritz Grewenig
Feuereffekt: Thomas Bautenbacher
Dramaturgie: Lena Wontorra

 

 

Besetzung

Nicholas Ofczarek - Mr. Antrobus

Caroline Peters - Mrs. Antrobus

Stefanie Reinsperger - Lily-Sabina Fairweather

Mehmet Ateşçi̇ - Henry

Zeynep Buyraç - Gladys

Nils Strunk - Sprecher/ Telegrafenjunge/ Berichterstatter

Barbara Petritsch - Wahrsagerin

Martin Reinke - Homer/Tagungsgast

Hans Dieter Knebel - Genesis/Tagungsgast

Branko Samarovski - Arzt/Tagungsgast

Elisabeth Augustin - Muse/Tagungsgast

 

Veranstaltungsort
Burgtheater

Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

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