Dancingly Yours
September 2026 | ||||||
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Dancingly Yours – Sad Case, Trois Gnossiennes, Whirling, Études
Sol León – Paul Lightfoot – Hans van Manen – András Lukács – Harald Lander
Mix | Neoklassisches Ballett
Dauer 2 Stunden 30 Minuten inklusive zwei Pausen
Mit dem Programm Dancingly Yours präsentiert das Ballettensemble der Ungarischen Staatsoper eine Auswahl der beliebtesten zeitgenössischen Einakter. Die Werke herausragender Schöpfer der Tanzwelt, die eine atemberaubende Technik erfordern, stellen die Beziehung und gegenseitige Abhängigkeit von Männern und Frauen dar, geben einen Einblick in eine spannende, noch unbekannte Zukunft und zeigen die Suche nach dem eigenen Weg auf der Bühne, auf der auch das Ballett selbst zum Protagonisten wird. Mit der Verbindung von Klassischem und Zeitgenössischem, Intimem und Spektakulärem, Melancholischem und Erhebendem bleibt das Ungarische Nationalballett Dancingly Yours.
Elterliche Begleitung – Die Vorstellung wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.
Sol León & Paul Lightfoot / P. Prado – A. Dominguez – E. Lecuona – R. Barretto – Trio Los Pancho
Sad Case
Nun im Rückblick erkennen wir, dass Energie alles ist. Als wir Sad Case im Jahr 1998 schufen, weit in Sols Schwangerschaft hinein, waren die Hormone in Bewegung und die Emotionen intensiv. Es sind diese Hormone des Lachens, des Wahnsinns und der Furcht vor dem Unbekannten, die die Nabelschnur dieses Werkes bilden, sagt der Brite Paul Lightfoot und erinnert sich an den Ursprung des Balletts. Gemeinsam mit seiner Partnerin, der Spanierin Sol León, zeichnet er für die Choreografie sowie Bühnen und Kostüme verantwortlich. Bis 2020 war León als künstlerische Beraterin und Lightfoot als künstlerischer Leiter beim Nederlands Dans Theater tätig, wo sie rund sechzig Werke schufen, darunter Sad Case, das zweifellos zu den Grundpfeilern ihres Schaffens zählt. Überraschende Bewegungen zur mexikanischen Mambo Musik spiegeln die fortwährende Suche nach der Spannung zwischen Satire und Ernst wider. Die OPERA plante seit Langem, dieses unwiderstehliche moderne Werk dem ungarischen Publikum zu präsentieren und damit auch die Kunst des weltberühmten Lightfoot vorzustellen.
Hans van Manen / Erik Satie
Trois Gnossiennes
Auf der Grundlage der zauberhaft schönen Musik von Erik Satie zeichnet Hans van Manens Trois Gnossiennes das Bild einer einzigartigen Beziehung. Dieses mit sensiblen Pinselstrichen gemalte Doppelporträt zeigt Momente von Vertrauen, Hingabe und Dominanz sowie Relativität und gegenseitiger Abhängigkeit. Meisterhaft zwischen lyrischen und grotesken Elementen wechselnd und einprägsame menschliche Eigenschaften miteinander verwebend, stellt van Manen Monologe und Dialoge ebenso dar wie symbolische Augenblicke einer Beziehung voller intimer Tiefe. Die virtuose Erhebung einfacher Posen auf das Niveau der Akrobatik und das rätselhafte, fast fantastische Spiel mit einem lebendigen Körper, der schlaff wird, machen dieses kurze, aber dichte Werk unvergesslich.
András Lukács / Philip Glass
Whirling
Whirling, ein Pas de deux von András Lukács, einem ehemaligen Solisten des Ungarischen Nationalballetts, ist zum zweiten Satz des Tirol Concerto von Philip Glass, einem der bedeutendsten Meister der repetitiven Musik, choreografiert. Die beinahe fließende Bewegung, die unendliche Harmonie zwischen den Tänzern und der einzigartige choreografische Stil machen die Szene zugleich äußerst anspruchsvoll und komplex. Im Jahr 2010 beauftragte das Ungarische Nationalballett Lukács mit der Schaffung einer erweiterten Version für neun Paare. Mit geschmackvoller und spannender Verbindung von Elementen klassischer Technik und moderner Mittel schafft Lukács vor allem handlungsfreie, hoch ausdrucksstarke Choreografien. In Whirling veranschaulichen die spiralförmigen Bewegungen des Tanzes gemeinsam mit der Musik eindrucksvoll einen Wasserstrudel, jenes Wasser, in das sich die suizidgefährdete Virginia Woolf im Film The Hours erneut zu Musik von Philip Glass begibt.
Harald Lander / Carl Czerny – Knudåge Riisager
Études
Études ist ein einaktiges Ballett, das Ballettkompanien vor eine große Herausforderung stellt, da sein Thema die Technik des klassischen Balletts selbst ist, die Schule, das tägliche Training und die Bewertung von Verständnis und Können. Vielleicht bezeichnete die berühmte amerikanische Tanzkritikerin Arlene Croce dieses Werk deshalb als Anti Ballett. In einem Ballett wird die Perfektion der Tanztechnik traditionell durch den Inhalt dem Publikum vermittelt, während die mühsame tägliche Arbeit meist verborgen bleibt. Die tägliche Arbeit der Tänzer findet im Ballettsaal statt, wo das Vokabular des Tanzes im Körper jedes Tänzers entsteht und später die Grundlage für die Aufführung auf der Bühne bildet. Das Publikum sieht nur das Ergebnis. Der dänische Choreograf Harald Lander entschied sich jedoch, dem Publikum zu zeigen, wie eine Ballettübung aufgebaut ist und wie die reine Schönheit klassischer Bewegungen und Schritte sogar die Gesetze der Physik überwindet. Seit der Wiederentdeckung von Études in Budapest bietet das Werk den Solisten der Kompanie eine herausragende Gelegenheit und dem Publikum ein mitreißendes und spektakuläres Erlebnis.
Programm und Besetzung
Sol León & Paul Lightfoot / P. Prado – A. Dominguez – E. Lecuona – R. Barretto – Trio Los Pancho
Sad Case
Mädchen: Maria Beck, Erina Yoshie, Aglaja Sawatzki, Yuki Wakabayashi
Jungen: Gergő Ármin Balázsi, Taravillo Mahillo Carlos, Motomi Kiyota, Valerio Palumbo, Francesco Sardella, Riku Yamamoto
Mit dem Ungarischen Nationalballett
Choreografen: Sol León, Paul Lightfoot
Bühnenbild: Sol León, Paul Lightfoot
Lichtgestaltung: Tom Breevort
Répétiteur Master: Lou Menghan
Company Répétiteurs: Cristina Balaban, James Forbat
Komponisten: Perez Prado, Alberto Dominguez, Ernesto Lecuona, Ray Barretto, Trio Los Panchos
Hans van Manen / Erik Satie
Trois Gnossiennes
Solistin: Maria Yakovleva, Lili Felméry, Soobin Lee
Solist: Vlagyiszlav Melnyik, Mikalai Radziush, Boris Zhurilov
Klavier: Nataliya Pinelis, György Lázár
Mit dem Ungarischen Nationalballett
Choreograf: Hans van Manen
Bühnenbild: Hans van Manen
Kostüme: Joop Stokvis, Hans van Manen
Lichtgestaltung: Jan Hofstra
Répétiteurs: Igone de Jongh, Mária Aradi, Tamás Solymosi
Company Répétiteurs: Mária Aradi, Tamás Solymosi
Komponist: Erik Satie
András Lukács / Philip Glass
Whirling
Dirigenten: Johannes Marsovszky, Paul Marsovszky
Solistin: Jessica Leon Carulla, Lea Földi, Tatyjana Melnyik
Solist: Iurii Kekalo, Louis Scrivener, Luca Massara
Ballettsolisten: Yevhenii Fomin, György Lázár
Mit dem Ungarischen Nationalballett und dem Orchester der Ungarischen Staatsoper
Choreograf: András Lukács
Kostüme: Mónika Herwerth, Zsóka Szomolányi
Lichtgestaltung: András Lukács
Company Répétiteur: Marianna Venekei, István Kohári
Komponist: Philip Glass
Harald Lander / Carl Czerny – Knudåge Riisager
Études
Dirigenten: Johannes Marsovszky, Paul Marsovszky
ETUDES Ballerinen: Tatyjana Melnyik, Maria Beck, Erina Yoshie
ETUDES Solisten männlich: Motomi Kiyota, Yago Guerra, Gergő Ármin Balázsi, Boris Zhurilov, András Rónai, Vince Topolánszky
Mit dem Ungarischen Nationalballett und dem Orchester der Ungarischen Staatsoper
Choreograf: Harald Lander
Künstlerische Beraterin: Lise Lander
Bühnenballettmeister: Johnny Eliasen
Company Répétiteurs: Ildikó Pongor, Stanislav Beliaevskii, Anastasia Dunets, James Forbat
Komponisten: Carl Czerny, Knudåge Riisager
Ungarische Staatsoper
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Sollten für die gewählte Zeit alle Sitzplätze ausverkauft sein, Sie aber trotzdem unsere Produktion an diesem Tag sehen wollen, beginnen wir 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn mit dem Verkauf von 84 unserer äußerst günstigen Stehplätze, mit denen Sie die besuchen können Galerie im 3. Stock. Tickets können an der Kasse des Opernhauses und über unsere Online-Schnittstelle erworben werden. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Bühne von den Stehplätzen und den Seitensitzen nur eingeschränkt einsehbar ist, gleichzeitig aber auch die Nachführung durch die Fernsehübertragung vor Ort unterstützt wird.
Das Gebäude der Ungarischen Staatsoper (ungarisch: Operaház) ist eines der prachtvollsten Beispiele der Neorenaissance-Architektur im Stadtteil Pest der ungarischen Hauptstadt Budapest. Zu finden ist es im VI. Bezirk (Terézváros) an der Andrássy út 22.
Das Opernhaus wurde zwischen 1875 und 1884 errichtet und von der Stadt Budapest sowie Kaiser Franz Joseph finanziert. Das Ungarische Königliche Opernhaus, wie es damals hieß, wurde am 27. September 1884 feierlich eröffnet. Das Gebäude ist überaus reich geschmückt mit barocken Elementen, mit zahlreichen Ornamenten, Gemälden und Skulpturen. Besonders erwähnenswert sind die Wandgemälde in Treppenaufgängen und dem Zuschauerraum der Oper, welche von Bertalan Székely, Mór Than und Károly Lotz angefertigt wurden. Die Budapester Oper gilt als eines der Meisterwerke von Miklós Yblund als eines der schönsten Opernhäuser der Welt.
Vor dem Gebäude findet man jeweils eine Statue von Ferenc Erkel, dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne, und von Franz Liszt, beide geschaffen von Alajos Stróbl.
Ferenc Erkel war der erste Direktor der Oper, aber auch der bedeutende österreichische Komponist Gustav Mahler hielt hier von 1888 bis 1891 das Direktorenamt inne. Selbst Puccini hat zweimal persönlich die Premieren seiner Opern hier inszeniert.
Viele wichtige Künstler waren da Gäste, inklusiv der Komponist Gustav Mahler, der an Direktor der Budapester Staatsoper von 1887 bis 1891 war. Er hat zum internationalen Ansehen dieser Institution beigetragen. Wagners Opern wurden aufgeführt, sowie Magcagnis Cavalleria Rusticana. Die ungarische Staatsoper erhielt immer einen professionellen Standard, viele internationale Persönlichkeiten wie: Renée Fleming, Cecilia Bartoli, Monserrat Caballé, Placido Domingo, Luciano Pavarotti, José Cura, Thomas Hampson and Juan Diego Flórez wurden eingeladen auf der Bühne aufzutreten. Die ungarische Besetzung inkludierte unter anderem hervorragende und berühmte Künstler wie: Éva Marton, Ilona Tokody, Andrea Rost, Dénes Gulyás, Attila Fekete and Gábor Bretz.
Zu den bedeutenden Dirigenten der Staatsoper gehören Otto Klemperer, Sergio Failoni und Lamberto Gardelli. Zweite Spielstätte der Ungarischen Staatsoper ist das Erkel Theater.

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