Macbeth
Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
Macbeth – Giuseppe Verdi | Oper
Melodramma in vier Akten
Text: Andrea Maffei & Francesco Maria Piave
nach William Shakespeare
Sprache: Italienisch
Altersempfehlung 16 +
Über das Werk
Macbeth, Heerführer im Dienst König Duncans, wird von drei Hexen prophezeit, dass er selbst König werde. Doch der Preis ist hoch, und bald schon beginnt sein blutiger Pfad der Selbstzerstörung.
Gedrängt von der ehrgeizigen Lady Macbeth begeht er Mord und Verrat, um seine Macht zu sichern. Doch seine Taten holen ihn ein, als er sich gegen seinen Widersacher Macduff und eine aufständische Armee stellen muss. Die Tragödie erreicht ihren Höhepunkt in einer verheerenden Schlacht, die Macbeths Untergang besiegelt und Malcolm, den Sohn des ermordeten Königs, zum neuen König von Schottland macht.
1. & 2. Akt - ca. 85 Minuten
Pause - ca. 25 Minuten
3. & 4. Akt - ca. 70 Minuten
Handlung
1. Akt
Macbeth und Banco, die Generäle des Königs, kommen aus dem Krieg.
Hexen grüßen Macbeth, den Herrn von Glamis, prophetisch als Herrn von Cawdor und als König von Schottland. Auch Banco will seine Zukunft wissen. Er soll Vater von Königen werden. Soldaten melden die Ernennung Macbeths zum Herrn von Cawdor.
Macbeth schaudert vor der Gewalt, mit der er die zweite Prophezeiung wahrmachen könnte. Banco durchschaut seine Versuchung.
Die Hexen erwarten, dass Macbeth sie bald wieder aufsuchen wird. Ein Brief ihres Mannes berichtet Lady Macbeth von der Begegnung mit den Hexen. Sie kennt seinen Ehrgeiz, zweifelt aber an seiner Gewaltbereitschaft. Sie ist entschlossen, seine Hemmung auszuräumen.
Ein Diener meldet die bevorstehende Ankunft König Duncans. Lady Macbeth setzt all ihre Hoffnungen auf die Nacht, die der König unter ihrem Dach verbringen wird. Vor dem Eintreffen des Königs und seines Gefolges finden Macbeth und die Lady noch Zeit, sich zu verständigen.
Macbeth sieht einen blutigen Dolch, der ihn zum Schlafzimmer des Königs führt. Auf das verabredete Signal hin dringt er ein.
Nach dem Mord weigert sich der völlig verstörte Macbeth, noch einmal das Zimmer zu betreten, um die Tatwaffe den schlafenden Wächtern unterzuschieben. Lady Macbeth tut es. Es klopft an der Pforte. Lady Macbeth reißt ihren Mann mit sich fort.
Macduff und Banco entdecken den Toten und schlagen Alarm. Die Herbeigeeilten verfluchen den Mörder und rufen Gottes Strafgericht an.
2. Akt
Duncans Sohn Malcolm ist nach England geflohen. Er gilt als der Mörder seines Vaters. Macbeth ist König.
Um zu verhindern, dass sich die Prophezeiung bewahrheitet, Banco werde Vater von Königen, beschließt er, Banco und dessen Sohn Fleance zu töten.
Lady Macbeth berauscht sich an der Macht über Leben und Tod. Von Macbeth gedungene Mörder locken Banco und seinen Sohn in einen Hinterhalt. Banco, der trotz seines Verdachts der Einladung Macbeths gefolgt ist, wird ermordet. Fleance kann entkommen.
Das neue Königspaar gibt ein Fest. Lady Macbeth singt ein Trinklied. Einer der Mörder meldet Macbeth den Tod Bancos und die Flucht Fleances. Als Macbeth sich auf den freigebliebenen Sessel setzen will, sitzt Bancos Geist auf ihm. Lady Macbeth und die Gäste sehen ihn nicht. Der Geist verschwindet. Macbeth lässt das Trinklied wiederholen. Bancos Geist erscheint noch einmal. Macbeth beschließt, zu den Hexen zu gehen. Die Lady schmäht seine Gespensterfurcht. Die Festgesellschaft beobachtet die Zerrüttung des Herrschers. Macduff, ein schottischer Adliger, wird das Land verlassen.
3. Akt
Die Hexen sind am Werk. Macbeth will sein Schicksal wissen.
Die Hexen beschwören Geister. Diese prophezeien: Macbeth solle sich hüten vor Macduff; keiner, den eine Frau geboren hat, könne ihn verwunden; ehe nicht der Wald von Birnam gegen ihn anrücke, sei er unbesiegbar. Ob Bancos Geschlecht herrschen wird, will Macbeth wissen. Acht Könige erscheinen, der letzte trägt einen Spiegel: Banco. Lachend zeigt er die lange Reihe seiner gekrönten Nachkommen. Macbeth wird ohnmächtig.
Lady Macbeth lässt sich von den Erscheinungen berichten. Macbeth und seine Frau werden Macduffs und Bancos Familien vernichten.
4. Akt
Ein Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Schottland und England. Große Teile der schottischen Bevölkerung verlassen auf der Flucht vor der Gewaltherrschaft Macbeths ihr Land.
Macduff denkt an seine Frau und seine Kinder. Er hat sie in Schottland zurückgelassen. Macbeth hat sie ermordet. Macduff will die Rache Gottes vollstrecken.
Malcolm ist mit einer englischen Streitmacht nach Schottland unterwegs. Im Wald von Birnam befiehlt er den Soldaten, sich mit Ästen zu tarnen. Flüchtlinge schließen sich dem Heer an.
Ein Arzt und eine Kammerfrau beobachten die schlafwandelnde Lady Macbeth. Immer wieder versucht sie, einen vermeintlichen Blutfleck an ihrer Hand zu entfernen. Macbeth spürt den nahen Tod. Er ist ohne Hoffnung. Die Kammerfrau meldet den Tod der Königin. Soldaten verkünden das Nahen des Waldes von Birnam. Macbeth ruft zu Tod oder Sieg.
Macduff, den man einst der Mutter aus dem Schoß schnitt, tötet Macbeth, Macbeth unterliegt »von Gott und Menschen verflucht«.
Malcolm ist König von Schottland.
Programm und Besetzung
Macbeth: Étienne Dupuis
Banco: Alexander Vinogradov
Lady Macbeth: Anastasia Bartoli
Macduff: Najmiddin Mavlyanov
Musikalische Leitung: Francesco Ivan Ciampa
Inszenierung: Barrie Kosky
Szenische Einstudierung: Sylvie Döring
Bühne und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Klaus Bruns
Dramaturgie: Claus Spahn
Wiener Staatsoper
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn
Es befinden sich Taxistände in der Nähe.
Mit dem Auto / Parken
Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.
Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.
Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!
Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.
Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.
Geschichte
Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.
Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.
Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.
Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

DE
EN
IT
FR
ES
RU
JP
RO
Sitzplan